Schwarzwälder Bote Freudenstadt am 23.07.2015


Schwarzwälder Bote Freudenstadt am 220.07.2015


Schwarzwälder Bote Freudenstadt am18.07.2015



 

Schwarzwälder Bote Freudenstadt am 20.08.2014












Zu den Attraktionen in Minsk/Weißrussland zählt etwa die große Eissport- und Radrennarena, (Berichtigung durch KiT: die Bibliothek)


das Freilichtmuseum bei Minsk ist auch immer einen Besuch wert. (Berichtigung durch KiT: Ortsstraße in Slawgorod.


























Seit fast 20 Jahren Hilfe für Kinder in Tschernobyl /Nächster Flug nach Weißrussland startet am 1. Juni

Von Manfred Köncke.

Pfalzgrafenweiler: Vor 25 Jahren, am 26. April 1986 ereignete sich im ukrainischen Kernkraftwer Tschernobyl eine der schwersten Nuklear-katastrophen der Geschichte. Viele Menschen erkrankten später an Krebs.

Als der frühere Bürgermeister von Pfalzgrafenweiler, Dietrich Galsterer, 1993 von einem Bekannten angesprochen würde, ob er nicht an einem Hilfstransport nach Weißrussland teilnehmen wolle, um besonders Waisen- und Schulkinder aus dem Großraum Tschernobyl mit gebrauchter Kleidung, Medikamenten, Haushaltsartikeln und Kleingeräten zu versorgen, sagte er spontan zu.

Das, was Galsterer vor Ort an bitterer Armut erlebte und wie verstrahlte und behin-derte Kinder untergebracht sind, ließ ihn nicht mehr los. Ein Jahr später reiste er erneut in einem mit Sachspenden vollgestopften Lastwagen mit. Danach stand sein Entschluss fest: er gründete den Verein "Kinder in Tschernobyl".

Wegen langer Wartezeiten an der Grenze, Schikanen bei der Zollabfertigung und weil es im Laufe der Jahre immer schwieriger wurde, kostenlos geeignete Fahrzeuge für den Transport auszuleihen, wurde die Hilfe umgestellt. Inszischen spenden rund 140 Männer und Frauen dauerhaft einen bestimmten, zweckgebundenen Geldbetrag. Dietrich Galsterer und einige Vereinsmitglieder fliegen jedes Jahr im Sommer von Frankfurt nach Minsk und kaufen mit den Direktoren von Schulen und Verantwort-lichen von Hilfsorganisationen Waren ein, die anschließend verteilt werden.

Vor kurzem trafen sich die Mitglieder im Gasthaus Schwanen in Pfalzgrafenweiler zur Hauptversammlung. Von ihrem Vorsitzenden Dietrich Galsterer, der gleichzeitig auch als Kassier fungiert, erfuhren sie, dass inzwischen 300 000 Euro zusammenge-kommen sind - im vergangenen Jahr waren es 18.000 Euro. Mit Sachspenden unterstützt werden eine Schule in Gischenka an der russischen Grenze, das Sonder-schulinternat für Waisenkinder in Rudensk, zwei Hilforganisationen, die sich um Straßenkinder in Minsk und solche, die an Multipler Sklerose erkrankt sind, kümmern sowie die Behinderten-Tagesstätte "Offene Tür" in Minsk. Der nächste Flug nach Weißrussland steht bereits fest. Begleitet wird Dietrich Galsterer am 1. Juni von einigen Mitstreitern des humanitären Vereins, die allesamt die Reise- und Unterkunftskosten selber bezahlten. Zum zehntägigen Aufenthalt gehört auch eine Fahrt ins Sperrgebiet mit über 30 verlassenen Dörfern, die teilweise dem Erdboden gleichgemacht wurden.

Experten gehen davon aus, dass in der Zwischenzeit rund 70.000 Menschen an der Reaktorexplosion und der Verstrahlung weiter Gebiete verstorben sind.

Weder die Ukraine von Weißrussland fühlen sich in der Lage, den Tschernobyl- Opfern ausreichend zu helfen und die Mittel zur Bewältigung der Unfallfolgen aufzubringen. Mit dem Projekt "Kinder in Tschernobyl" will der Verein aus Pfalzgrafenweiler ein Zeichen der Solidarität setzen.




Ein Teil der Koch-gruppe mit Rektor Thomas Siefert (rechts) und Dietrich Galsterer, dem Vorsitzenden des Vereins Kinder in Tschernobyl

Pfalzgrafenweiler. Mit Maultaschen haben Werkrealschüler Geld für den Verein Kinder in Tschernobyl erwirtschaftet, das sie nun an Vorsitzenden Dietrich Galsterer übergaben. Nachdem Thomas Siefert, Rektor der Grund- und Werkrealschule Pfalz-grafenweiler, 2010 ein Team mit Werkrealschülern zusammengestellt hatte, das Spätzle fabrizierte, stellten die Schüler diesmal beim Tag der offenen Tür der Werkrealschule vor den Augen der Besucher Maultaschen her, um dann die ge-schmelzten Maultaschen in der Brühe mit Kartoffelsalat - wie es sich im Schwä-bischen gehört - zu servieren. Das Rezept gab es gratis dazu.


Nicht nur hübsch anzusehen war die Folkloregruppe Kressiwa aus Minsk in Weißrussland. Bei ihren Benefizkonzerten in Bösingen und Pfalzrafenweiler begeisterte sie auch mit gesanglichem und istrumentalem Können. Foto: Sannert




Folkloregruppe Kressiwa aus Weißrussland begeistert bei zwei Benefizkonzerten

Von Doris Sannert

Pfalzgrafenweiler-Bösingen. Das Gesangsensemble Kressiwa aus Weiß-russland war wieder im Landkreis Freudenstadt zu Gast, um sich mit Benefizkonzerten beim Verein "Kinder in Tschernobyl" Pfalzgrafenweiler zu bedanken.

Ihr erstes Konzert gab des Ensemble im Gottesdienstraum der Christus-Gemeinde in Bösingen. Vereinsvorstand Dietrich Galsterer dankte der Familie Rentschler für die Einladung in ihr Haus und für das Büfett, das sie für Musiker und Gäste bereitge-stellt hatte. Tags darauf geben die Musiker im Senionrenstift am Kurgarten in Pfalz-grafenweiler Kostproben seines umfangreichen Könnens.

Olga Serengina führte durch den Abend. Dabei gab sie nicht nur die einfühlsamen Texte der Volksweisen und russischen Romanzen wieder. Sie ließ die Gäste auch wissen, dass Kressiwa Feuerstein bedeutet und erzählte den interessierten Gästen von bereits verloren geglaubtem Liedgut, das der Leiter der Gruppe, der frühere Solist des staatlichen Chors im belarussischen Rundfunk und Fernsehen Anatoli Kasak, in entlegensten Dörfern aufgespürt und neu arrangiert hat. Mit seinem tiefen Bass beeindruckte er die Konzertbesucher gesanglich ebenso wie die Sopranistin Jelena Tschumakowa und Tenor Alexander Ternowskij, beide Solisten an der belarussischen Musikakademie.

Alle drei glänzten auch als Musiker mit Melodica, Geige oder Akkordeon. Auf der Gitarre wurden sie bei all ihren Beiträgen vom Gitarrenlehrer der staatlichen Musikakademie, Valery Petrov, einfühlsam gebleitet.

Und so sangen die Künstler der bekanntesten Folkloregruppe Weißrusslands in ihrer Heimatsprache von einer Dorfschönheit auf der Suche nach dem Traummann, von Xenias erstem Liebeskummer und von einem Spottlied aus dem bäuerlichen Leben. Vor allem bei den auf Deutsch gesungenen Liedern "Auf einem Baum ein Kuckuck... und Sah´ein Knab ein Röslein stehn" zeigte sich das Publikum begeistert. Doch es sparte auch sonst nicht mit Applaus.

Denn wem der erste Teil des Abends gefallen hatte, der sollte beim zweiten noch mehr auf seine Kosten kommen: Nach reichlich Folklore standen da sakrale Gesänge im Mittelpunkt. Den Erlös der beiden Benefizkonzerte lässt das Musikensemble MS-kranken Mensch in Minsk zukommen.

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Der Freudenstädter Lionsclub spendete 2000 Euro an den Verein "Kinder für Tschernobyl", 1200 Euro an die Frauenhilfe Freudenstadt und 1000 Euro für den Rosenweg am Kienberg. Das Bild zeigt (von links) freuestrahlend bei der Übergabe Rosenweg-Initiator Ulrich Schanbacher, Lionspräsident Michael Langholf, Käte Langholf und Birgit Kluck-Puttendörfer von der Frauenhilfe, Vizepräsident Egon Ebert und Dietrich Galsterer vom Verein "Kinder für Tschernobyl".

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Das Gesangsensemble Kressiwa aus Weißrussland konzertierte gleich zwei Mal für einen guten Zweck

Von Petra Haubold.                                                                                                         Freudenstadt/Dornstetten-Hallwangen. Auf Einladung des Pfalzgrafenweilermer Vereins Kinder in Tschernobyl gab das vierköpfige Gesangsensemble Kressiva aus Minsk zwei Benefizkonzerte in der Martinskirche in Freudenstadt und tags darauf in der evangelischen Kirche in Hallwangen.

Die Spendenerlöse kommen verschiedenen Organisationen in Belarus zugunsten der Kinder in Tschernobyl und zur Unterstützung MS-Kranker zugute: "Von den Spenden kaufen wir hauptsächlich Gerätschaften und Lehrmaterial für eine vom Verein unterstützte Schule", erläuterte Dietrich Galsterer, früherer Bürgermeister in Pfalzgrafenweiler. Für diesen Zweck tourt die wohl populärste Folklorgruppe Weißrusslands mit ihrem künstlerischen Leiter Anatolij Kasak nicht nur durch Deutschland, sondern ist zudem in Holland, Österreich und in der Schweiz bekannt und heimste so manchen Preis bei verschiedenen Folklore-Festivals ein.

Zahlreich erschienene Musikfreunde erlebten ein derart unterhaltsames Konzert, das überdies noch mir einem sorgsam ausgesuchten Programm überzeugte. Die stimmgewaltigen Sänger setzten unter der Leitung von Anatolij Kasak gleich zu Beginn ein dickes Ausrufezeichen einer reizvollen Auswahl landestypischer Folkloremusik. Heitere Volks- und Folklorelieder, teilweise mit bekannter Melodienfolge und sogar einmal mit deutschem Text, wechselten mit russischen poetisch-lyrischen Romanzen. Dabei war auch Verlass auf die charmante Sopranistin Jelena Tschumakowa, die nicht nur mit dezent leuchtendem Sopran glänzte, sondern mit quirligen Geigenklängen begeisterte.

Doch auch Melancholie, ein geheimnisvoller Mix aus Sinnlichkeit und Verzweiflung war in dem wohlklingenden Gesang zu erkennen. Die Musikanten mit Alexander Ternowskij als Tenor und Valery Petrov erwiesen sich zudem als Meister klassischer und sakraler Liedkultur. "Die Katastrophe von Tschernobyl beeinflusste das Repertoire des Ensembles, so entstand ein großer Vorrat an Volksliedern", erzählte Olga Serjogina, die als Übersetzerin fungierte. Anschaulich schilderte sie die Verhältnisse in Weißrussland und brachte anhand bildhafter Beschreibungen die gesungenen Texte nahe. Viel Beifall gab es von den faszinierten Zuhörern immer wieder zwischen den Gesängen. Kasak hat sich zum Ziel gesetzt die dort beheimatete Vokalmusik vor dem Vergessen zu bewahren und zu sammeln, um die Tradition lebendig zu erhalten.

Das Gesangsensemble Kressiwa sang Volkslieder aus seiner weißrussichen Heimat.                   Foto: Galsterer




Dietrich Galsterer bleibt Vorsitzender des Vereins Kinder in Tschernobyl

Von Doris Sannert.                                                                          Pfalzgrafenweiler. Von der Fahrt nach Weißrussland, bei der wieder zahlreiche Hilfsgüter verteilt wurden, berichtete Dietrich Galsterer als Vorsitzender des Vereins Kinder in Tschernobyl Pfalzgrafenweiler (KiT) bei der Hauptversammlung im Gasthaus Pfalzgraf.

Hilfsgüter mit einem Gesamtwert von etwa 18 000 Euro verteilten der Vorsitzende und die Vereinsmitglieder Dieter Lutz, Georg Schaber und Hartmut Theurer vor Ort an das Sonderschul-Internat in Rudensk (zirka 6000 Euro), die Tagesstätte "Offene Tür" in Minsk (knapp 1500 Euro), an dortige Straßenkinder (1000 Euro) und MS-Kranke (600 Euro) und an eine Schule in Gischenka (fast 8900 Euro). 15 700 Euro waren im vergangenen Jahr an Spenden eingegangen, informierte Galsterer, der neben dem Vorsitz auch noch die Ämter des Kassiers, des Geschäftsführers und des Schriftführers wahrnimmt. Gerade deshalb sei der froh gewesen, dass ihn drei weitere Vereinsmitglieder nach Weißrussland begleitet haben: "Sie konnten sehen, wer alles von uns unterstützt wird und wie notwendig unsere Hilfe ist", betonte er.

Bei den Vorstandswahlen wurde Dietrich Galsterer für weitere drei Jahre zum Vorsitzenden gewählt. "Die Sache ist mir ans Herz gewachsen", bedankte er sich für das Vertrauen. Auch als Kassierer wurde er bestätigt. Zum stellvertretenden Vorsitzenden wählten die Anwesenden erneut Stefan Gall. Kassenprüfer bleiben Klaus Schultz und Georg Schaber.

Für das Kommende Jahr ist wieder eine Fahrt nach Weißrussland geplant. Sie wird voraussichtlich von 5. bis 15. September unternommen. In Weißrussland seien dann die Ferien vorbai und die Schulen wieder mit Leben erfüllt, begründete der Vorsitzende die Wahl des späten Termins.

Im Oktober steht dann ein erneuter Besuch der Gruppe "Kressiva" auf dem Programm.

Dietrich Galsterer will zudem beim Stadtfest in Freudenstadt als Lions-Mitglied teilnehmen und damit auch die Interessen des Vereins Kinder in Tschernobyl vertreten.

Zum Abschluss der Hauptversammlung zeigte Galsterer noch eine Fotoschau von der Fahrt nach Weißrussland.




Vier Vertreter des Vereins Kinder in Tschernobyl aus Pfalzgrafenweiler fahren nach Weißrussland

Pfalzgrafenweiler. Seit mehr als zehn Jahren unterstützt der Verein "Kinder in Tschernobyl" aus Pfalzgrafenweiler Kinder in Weißrussland. Nun besuchten vier Vertreter mehrere Einrichtungen, die der Verein finanziell unterstützt.

Dieter Luz, Georg Schaber, Hartmut Theurer und Dietrich Galsterer hatten sich auf den Weg nach Weißrussland gemacht, um dort von dem in Deutschland gesammelten Geld wichtige Anschaffungen für Kinderheime und Schulen zu finanzieren. "Die Dankbarkeit und Freude über unseren Besuch und unsere Hilfe in Belarus war wieder überwältigend", so Galsterer.

Die Reise begann mit einer Fahrt zum Narotsch-See in der Nähe der litauischen Grenze, wo die Männer in einer Feriensiedlung wohnten. Von dort aus besuchten sie das westfälische Projekt "Heimstatt Tschernobyl". Die Leiterin erläuterte die Einrichtung. Die Mitarbeiter bauen ökologische Häuser für Familien aus den verstrahlten Gebieten, stellen Schilfplatten her und betreiben eine Schreinerei und Flaschnerei. Zwei Windräder - die einzigen im ganzen Land - liefern Strom. Auf diese Weise und mit Spenden aus Deutschland finanziert sich diese Einrichtung.

Dann ging es weiter nach Gischenka, so die Delegation aus Pfalzgrafenweiler von den Lehrern schon sehnlichst erwartet wurde. Nach einer Besichtigung der Schule, bei der voller Stolz die Spenden aus dem vergangenen Jahr gezeigt wurden, gab es ein reichhaltiges Essen. Am nächsten Tag wurde eingekauft. Die Schule wurde früher von der dortigen Kolchose finanziert. Da diese aber von vielen Jahren wegen der Strahlenbelastung aufgegeben wurde, ist kein Geld mehr vorhanden und seit über 20 Jahren nichts mehr angeschafft worden. Selbst Schulbücher fehlten. Daher hat der Verein zusammen mit den Direktoren die Einrichtung für den Chemie- und Physikunterricht eingekauft. Schulmöbel und Material zur Renovierung wurde ebenfalls eingekauft. Mit insgesamt 9000 Euro finanzierte der Verein die Anschaffungen. Am Abend gaben die Schüler ein Konzert nur für die vier Schwarzwälder.


Für die Besucher aus Deutschland gab es ein Konzert.

Von Gischenka ging es weiter nach Minsk. Dort besuchten die Männer die Tagesstätte "Offene Tür". Dort werden in Eigeninitiative der Eltern stark behinderte Kinder aufgenommen, damit die Eltern zur Arbeit gehen können. Einige dieser Kinder sind schon erwachsen, sie leiden an den Folgen der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl. Die Einrichtung kann sich aber nur über Spenden finanzieren, da die Eltern nicht allzuviel verdienen. So gibt der Verein einen jährlichen Zuschuss. "Dieses Jahr waren es 1500 Euro, über welchen wir am Jahresende eine genaue Abrechnung erhalten", erklärte Galsterer.


Die Tagesstätte in Minsk.

Danach fuhren die Männer ins Sonderschul-Internat in Rudensk. Sie kauften Türen, bezahlten Autoreparaturen, kauften Installationsmaterial zur Gebäudesanierung und Waschmittel. Insgesamt rund 6000 Euro fielen an. Daneben gab es noch Zuschüsse an eine Einrichtung für Straßenkinder und an MS-Kranke.




Freudenstadt. Erst vor wenigen Monaten überzeugten sich Mitglieder des Lions Club Freudenstadt vor Ort in Minsk von der Notwendigkeit und Wirksamkeit ihrer Spenden. Sie kehrten beeindruckt und betroffen zugleich heim.

"Die Dankbarkeit der Menschen war unbeschreiblich", heißt es im Bericht. Die Leiterin einer Tagesstätte für behinderte Kinder habe davon gesprochen, "dass es fast unglaublich ist, dass die Feinde von einst heute Unterstützung gewähren", währende sie vom eigenen Staat so gut wie keine Hilfe bekämen. Mit 1000 Euro kann zum Beispiel diese Behindertenwerkstatt fast den Jahrsbedarf an Materialien decken.

Der Vorsitzende des Vereins "Kinder in Tschernobyl" und gleichzeitig Lions-Mitglied, Dietrich Galsterer aus Pfalzgrafenweiler, und die mit ihm gereisten Freudenstädter Lions berichteten nun beim Clubabend über ihre Eindrücke von der Reise. Und so war es kein Wunder, dass die Mitglieder beschlossen, die Arbeit in Weißrussland auch 2007 mit insgesamt 2500 Euro zu unterstützen. Ein Großteildavon stammt aus dem Erlös des vergangenen Weihnachtsbasars. Der Präsident des Lions Clubs Freudenstadt, Wolfgang Pucher, und Schatzmeister Bernd Keppler überreichten Dietrich Galsterer die Spende. Galsterer versicherte, dass auch in der Zukunft auf sinnvollen und direkten Einsatz der Mittel geachtet werde.


Der Präsident des Lions Clubs Freudenstadt, Wolfgang Pucher (links) und Schatzmeister Bernd Keppler (rechts) überreichten Dietrich Galsterer die Spende. Foto: Henne




Dietrich Galsterer und der Verein Kinder in Tschernobyl Pfalzgrafenweiler erleben spannende Hilfsfahrt.                                                Pfalzgrafenweiler/Minsk. Viele Spenden haben es dem Verein "Kinder in Tschernobyl" ermöglicht, einmal mehr eine Hilfsfahrt nach Weißrussland zu unternehmen. Die Gelegenheit nutzten die Teilnehmer auch, um das Land kennenzulernen.                                                                                                        Von den Direktoren des Sonderschul- und Waisenhauses Rudensk wurden sie in Minsk begrüßt und besichtigten in Rudensk zunächst das Heim. Zurück in Minsk, ging Vorsitzender Dietrich Galsterer mit den Direktoren aus Rudensk einkaufen, während die anderen Reiseteilnehmer im Deutschunterricht an der Akademie der Wissenschaften mitwirkten.
In der privaten Kindertagesstätte "Offene Tür" in Minsk erfuhren sie, was bisher mit Spenden aus Pfalzgrafenweiler gemacht wurde und wie neue verwendet werden sollen. Die Kinder basteln dort viel, doch nicht für den Verkauf, da sonst der Betrieb steuerpflichtig würde. So muss alles aus Spenden und Eigenmitteln finanziert werden.


Nicht nur des Sonderschul-Internat in Rudensk besuchten Dietrich Galsterer und der Verein "Kinder in Tschernobyl" bei ihrer Hilfsfahrt nach Weißrussland. 

In einem Künstlerlokal trafen die Weilermer dann die Gesangsgruppe "Kressiwa", die oft im Schwarzwald zu Gast war.
Zum weiteren Besuchsprogramm gehörten der kleine Ort Rakow westlich von Minsk, der Zirkus, wo die Weilermer auf Einladung der Direktorin in der Präsidentenloge das Geschehen verfolgten, die Gedenkstätte für die Gefallenen in Afghanistan, Künstlermarkt und das Gorki-Theater, dessen Direktor Lutsenko Straßen- und Waisenkinder in Minsk unterstützt - ein Projekt, an dem auch KiT sich erneut beteiligte - sowie der Besuch des Balletts Schwanensee.
Nachdem seine Begleiter wieder abgereist waren, kaufte Dietrich Galsterer für die Schule in Gischenka ein und bummelte in Mogilev mit rund 12000 Euro in der Tasche über den belebten Basar -"das ließ mich denn doch etwas nervös werden", berichtet er. In der Schule wurden wir herzliche empfangen. Die Lehrer hatten ein Festmahl bereitet und eine Besichtigung zeigte, dass die im Vorjahr gekauften Dinge vorhanden waren und auch die jetzt angeschafften von der Lieferfirma angeliefert wurden. Auch der nächste Tag war mit Einkäufen und dem Verteilen der Hilfgüter an verschiedene Organisationen, insbesondere an ein Sozialweisenhaus ausgefüllt. Die Schüler in Gischenka boten Galsterer ein kulturelles Unterhaltungsprogramm, bevor er am nächsten Tag die Heimreise antrat.


In der Schule Gischenka bereiteten die Lehrer den Weilermern ein Festessen.


Auf dem Anwesen seiner Gastgeber verbrachte Galsterer den letzten Tag in Slawgorod.




Da der Verein "Kinder in Tschernobyl", um die Gemeinnützigkeit nicht zu verlieren, in diesem Jahr eine Rücklage für den Erwerb eines neuen Fahrzeugs für das Heim in Rudensk auflösen musste, konnte er eine größere Summe als in den Vorjahren für Hilfgüter ausgeben. Vorsitzender Dietrich Galsterer nennt die Zahlen: Für das Heim in Rudensk 5520 Euro, für die Tagesstätte "Offene Tür" 1500 Euro, für Straßenkinder in Minsk 1000 Euro, für die Schule in Gischenka 7979 Euro, für Sozialwaisen in Slawgorod 364 Euro - insgesamt eine Spendensumme von 17 164 Euro. "Allen Spendern soll ich herzliche Grüße aus Weißrussland ausrichten und die große Dankbarkeit übermitteln, die die Menschen dort gegenüber ihnen völlig Unbekannten empfinden", berichtet Dietrich Galsterer.


Verein "Kinder in Tschernobyl" setzt seine Arbeit trotz aller Widrigkeiten und rückläufiger Spenden fort.

Von Reiner Hampke                                                                Pfalzgrafenweiler. Nur 14 Mitglieder zählt der rührige Verein "Kinder in Tschernobyl Pfalzgrafenweiler", aber mit seinem sozialen Engagement, dem beachtlichen Spenden-aufkommen und starkem persönlichen Einsatz für die Opfer der Atomreaktor-Katastrophe in der Ukraine leistet er wervolle Hilfe in einer Region, die von ihrem Staat im Stich gelassen wird.                       Auch 20 Jahre nach dem Tag, der in die Geschichtsbücher eingegangen ist, brauchen die Menschen, deren Häuser, Vieh und Felder am stärksten bestrahlt wurden noch viel Unterstützung. Das berichtete Dietrich Galsterer, kommissarischer Vorsitzender des Vereins, während der jüngsten Mitgliederversammlung in Pfalzgrafenweiler. Die persönlichen Eindrücke, die er im vergangenen Jahr während der Verteilung von Hilfsgütern in weißrussischen Orten - Gebiete, die an Tschernobyl angrenzen - gewonnen hat, bestätigen eindrucksvoll, dass die Nachwirkungen der Reaktor-Explosion noch lange spürbar sein werden.
Rund 14.000 Euro seinen im Jahr 2005 an Spenden eingegangen, informierte Dietrich Galsterer, in Personalunion auch Kassierer des Vereins. Im Jahr zuvor wären noch 21.000 Euro auf das Spendenkonto geflossen, wovon allein 5.000 Euro der Lions Club in Freudenstadt, einer von 120 Spendern, beigesteuert habe. "Leider werden die Spender älter und weniger, und jüngere rücken kaum nach", bedauert Galsterer, der sein Amt weiterhin kommissarisch ausüben wird, weil sich kein neuer Kandidat für den Vorsitz fand. Als stellvertretender Vorsitzender wurde Stefan Gall einstimmig wiedergewählt.
Während in den ersten Jahren nach der Katastrophe noch voll gepackte Lastwagen über Polen nach Weißrussland rollten, hat man das Verfahren inzwischen umgestellt. Jetzt werden die Spenden direkt vor Ort ausgegeben. So wurden acht Computer für ein Sonderschul-Internat in Rudensk gekauft, Tische und Stühle für ein Waisenhaus in Auftrag gegeben sowie ein Transportfahrzeug für MS-kranke Patienten angeschafft. Farben und Lacke, Musikinstrumente, Sportartikel kaufte Galsterer für eine kleine Schule in Gischenka, 50 Kilometer von Tschernobyl entfernt. Anerkennung von offizieller staatlicher Seite hat der Verein bisher nicht erfahren, dafür aber umso mehr Dank von den Hilfeempfängern. Grund genug, das private Engagement fortzusetzen.









"KiT-Organisation hat mir Spenden viel erreicht / Großer Bahnhof für Dietrich Galsterer


Für Dietrich Galsterer aus Pfalzgrafenweiler vom "Verein Kinder in Tschernobyl" tanzten die Schüler aus Weißrussland.

Pfalzgrafenweiler. Die diesjährige Hilfsfahrt war dank zweier Großspenden aus Freudenstadt ein voller Erfolg, meldet der Verein "Kinder in Tschernobyl" (KiT) mit Sitz in Pfalzgrafenweiler.


Sehr spartanisch sind die Zimmer im Waisenhaus und im Sonderschulinternat eingerichtet.

Die Organisation, die seit 1994 ein Waisenhaus und ein Sonderschulinternat unterstützt, hat sich vor Ort selbst davon überzeugt, dass die durch die Spenden gekauften Betten, Türen und Läufer eingebaut waren. Aus diesem Grund hatte sich Dietrich Galsterer von KiT vor Ort entschlossen, auch noch Stühle und Tische für den Speisesaal anzuschaffen.
Von "unvorstellbaren Blüten", die die russische Bürokratie treibt, berichtet Galsterer nach seiner Rückkehr. So hatte er, um zusammen mit den beiden Schuldirektoren Computer, Farben, Lacke, Instrumente und Sportartikel zu kaufen, sogar eine Transporterlaubnis gebraucht.                                                                      In Gischenka bei Slawgorod bereiteten die Schüler Galsterer am nächsten Morgen dann einen "großen Bahnhof" , tanzten und spielten für den Besuch aus Deutschland.
Die Lehrerinnen hatten zuvor auf eigene Kosten die Schule gestrichen und tapeziert. Nur noch rund 90 Schüler - von der Grundschule bis zum Abitur - besuchen die für 300 Schüler erbaute Schule, da aus dem Gebiet nach der Verstrahlung durch den Reaktorunfall von Tschernobyl viele abgewandert sind, Arbeitsplätze fehlen und viele Familien keine Kinder mehr wollen.
Zurück in Minsk besuchte Galsterer Multiple-Sklerose-Kranke, die Behinderten-Tagesstätte "Offene Tür" und den Lionsclub Rodnik.


Denkmal-Steine sind für alle Dörfer des Kreises Slawgorod aufgestellt worden, die wegen der Verstrahlung nach dem Reaktorunfall von 1986 abgerissen werden mussten.




Das Ensemble "Kressiwa" aus Weißrussland gab ein Benefizkonzert in der evangelischen Kirche in Betzweiler. Von links: Juris, Nadja, Anatolij, Elena und Alexander.


Benefizkonzert mit "Kressiwa": von Folklore über Romanzen bis zu sakralen Liedern

Von Aloisia Schönke.                                                                                           Betzweiler-Wälde. In der evangelischen Kirche von Betzweiler spielte das fünfköpfige Ensemble Kressiwa aus Minsk in Weißrussland.

Das Benefizkonzert wurde den etwa 200 behinderten Kindern in einem Sonderschul-Internat in Tschernobyl gewidmet. Die musikalischen Darbietungen vor knapp 100 Zuhörern reichten von russischer Folklore über Romanzen bis hin zu sakralen Liedern. Pfarrer Thomas Föll eröffnete den Abend mit den Worten: Wir leben in einer Welt, die immer enger zusammenrückt! Der atomare Unfall in Tschernobyl vor etwa 20 Jahren betreffe nicht nur eine Nation alleine.
Auch Dietrich Galsterer vom Verein "Kinder in Tschernobyl" aus Pfalzgrafenweiler ergriff das Wort.
Seit elf Jahren werde bereits den Kindern in Tschernobyl geholfen. "Dieses Jahr konnte mit den Spenden in Höhe von 15.000 Euro Betten und Bettzeug gekauft werden". so der ehemalige Bürgermeister aus Pfalzgrafenweiler.
Die Mitglieder des Ensembles "Kressiva", zu deutsch Feuerstein, sind Künstler aus der staatlichen Philharmonika. Das erste Lied der traditionell gekleideten Gruppe erzählte vom Kuckuck und den Liebenden. Die Moderatorin und Dolmetscherin Olga Serjongina übersetzte den Inhalt des Textes so: "Zwei Verliebte sitzen unter einem Baum und fragen den Kuckuck, wie lange sie zusammen bleiben. Dann zählen sie mit, wie oft er ruft". Serjongina erzählte dem Publikum auch, dass der Leiter der Gruppe, Anatolij Kasak, mit deren Gründung das Liedgut der Region bewahren wollte. Ein anderes Lied erzählt von einer allein stehenden Birke. Diese steht stellvertretend für ein junge Frau. Im zweiten Teil des Abends sang das weißrussische Ensemble sakrale Gebete. Die meisten der Choräle wurden ohne Begleitung durch Musikinstrumente vorgetragen. Am Ende sangen die fünf Künstler noch "Kommet ihr Hirten" auf deutsch. Die Zuhörer waren ergriffen von der musikalisch hochkarätigen Bearbeitung.
Ein Konzert gab das Ensemble dieser Tage auch im Hotel Schwanen in Pfalzgrafenweiler-Kälberbronn, wo die Musiker bei ihrer Gastspielreise in den Landkreis Freudenstadt wohnten.




Folkloregruppe Kressiwa aus Weißrussland bei ihrer Tournee auch in Pfalzgrafenweiler und Alpirsbach zu Gast.

Von Doris Sannert.                                                                         Pfalzgrafenweiler-Kälberbronn. Zum Fünften Mal gastiert die Folkloregruppe Kressiwa aus Minsk auf Einladung des Vereins "Kinder in Tschernobyl" in Pfalzgrafenweiler. Ihr Abschlußkonzert gab sie im "Schwanen" in Kälberbronn.

Auf ihrer dreiwöchigen Deutschlandtournee machten die fünf Künstler für zwei Tage Halt in Pfalzgrafenweiler. Bereits zu dritten Mal waren sie im "Schwanen" eingeladen. Hier gaben sie nach Konzerten in Aach und Alpirsbach ihre Abschieds-vorstellung als Dankeschön an die Familie Ziefle.
Vor rund sieben Jahren hatten sie Manfred Ferch von "Kinder in Tschernobyl" bei einem seiner Besuche in Weißrussland kennen gelernt. Mit ihm und Dietrich Galsterer sind die Künstler, die allesamt Musik und Gesang studiert haben, inzwischen befreundet.
Vor einem kleinen, aber erlesenen Publikum in Kälberbronn traten die Minsker nicht in ihren Folkloretrachten, sondern in festlicher Kleidung auf. Mit Gitarre, Melodika und Geige gaben sie Einblick in die russische Seele.
Voller Leidenschaft war auch der Gesang, von Weihnachtsliedern in deutscher Sprache bis hin zu alten Volksliedern. Da wurde von der alten "Mamuschki erzählt, ein anderes Mal schworen sich zwei Liebende gesanglich ewige Treue, und auch dem Bosporus machten die drei Musiker und ihre beiden Kolleginnen eine musikalische Liebeserklärung.
Lustig war das Stück von der Kuckucksuhr aus dem Schwarzwald, die von Familie zu Familie weiter gereicht wurde. Und auch das Spiel einer jungen Frau mit dem Wind regte zum Schmunzeln an. Damit die Gäste die Texte auch verstehen können, reist eigens eine Übersetzerin mit der Gruppe mit. Begeistert waren auch die rund 70 Besucher des Konzerts in Alpirsbach, wo Kressiwa auch Einladung des Fördervereins Altenzentrum gastiert.
Bereits in wenigen Tagen wird es mit Manfred Ferch ein Wiedersehen geben. Er will am 27. Dezember wieder nach Russland starten und bis dahin noch eifrig Spenden sammeln.




Manfred Ferch bringt wieder Spenden nach Weißrussland / Am 28. Mai geht´s los.                                                                                                                  Von Doris Sannert                                                                           Pfalzgrafenweiler. Seit 13 Jahren fährt Manfred Ferch mit Spendengeldern nach Weißrussland. Für die Waisenkinder in Rudensk ist er der gute Onkel, der neben Lebensmitteln auch manchmal Schokolade bringt. Am 28. Mai ist es wieder soweit.
1990 hat alles angefangen. Mit mehreren Lastwagen, gefüllt mit Kleidung, Lebensmitteln und Medikamenten ging es im Konvoi auf die fast 40-stündige Fahrt in das 2000 km entfernte, nahe Minsk gelegene Rudensk. Die ersten Fahrten waren "recht abenteuerlich", erinnert sich Ferch und erzählt von langen Wartezeiten an den Grenzen, von Zöllnern mit Kalaschnikow im Anschlag und von Zivilisten, die als Miliz verkleidet Reisende stoppen.
50 Mal war der Vorsitzende des Vereins "Kinder in Tschernobyl" inzwischen in Weißrussland, und obwohl sich die Erfolge sehen lassen können ist noch immer Hilfe gefragt. Etwa 250 Waisenkinder im Alter von Sechs bis 17 Jahren leben in dem Heim, das sich dank der Spenden aus Pfalzgrafenweiler zum Vorzeigeobjekt gemausert hat. Von dem Geld, das Manfred Ferch und Dietrich Galsterer, der ihn seit 1994 auf allen Fahrten begleitet, nach Rudensk gebracht haben, wurden auch Kühe, Hühner und Schweine gekauft, so dass sich das Waisenhaus selbst versorgen kann. Fällt die Ernte jedoch schlecht aus, sind die Helfer aus Deutschland gefragt, denn von den staatlichen Zuschüssen allein kann das Weisenhaus nicht überleben.
Was am dringendsten gebraucht wird, das erfragen Ferch und Galsterer vor einer Fahrt bei der Heimleitung. Heute können sie sicher sein. dass die Angaben stimmen. Bis dieses Vertrauensverhältnis bestand war die Dolmetscherin Swetlana Maretzkaja vor Ort unverzichtbar. Bei der Fahrt am 28. Mai wird sie als Ehefrau von Manfred Ferch dabei sein.
Inzwischen kommen auch andere in den Genuss der Spenden, wie eine Gruppe schwer behinderter Kinder, für die Schuhe gekauft wurden, oder eine Frau im Rollstuhl, die jedes Mal ein Lebensmittelpaket bekommt.
Eineinhalb bis zwei Wochen wollen Manfred Ferch, Swetlana Ferch-Maretzkaja und Dietrich Galsterer diesmal bleiben. Und auch nach 50 Fahrten wissen sie: "Die Angst fährt jedes Mal mit".




Verein "Kinder in Tschernobyl" lässt nicht locker / Neue Spendenreise         Von Hannes Kuhnert                                                                      Pfalzgrafenweiler. "So lange Spenden kommen, fahren wir weiter", sagt Dietrich Galsterer und Manfred Ferch nickt eifrig dazu. Der Altbürgermeister und der Hausmeister können sich gar nichts anderes mehr vorstellen. Sie fahren mehrmals im Jahr nach 'Weißrussland um in einem Waisenhaus für behinderte Sonderschul-kinder zu helfen. Und ihre Hilfe zeigt Erfolge.
Dennoch: "Im Land herrscht das nackte Elende", berichtet Galsterer (61), Kassier im Verein "Kinder in Tschernobyl". Gemeindeangestellter Manfred Ferch (52) ist Vorsitzender des Vereins. 2003 wird Jubiläum gefeiert. Im Vorfeld findet am 17. Dezember ein Konzert statt.
Am Anfang stand nicht der Verein, sondern spontane Hilfsbereitschaft. Manfred Ferch erlebte im April 1990 mit einer Gruppe aus Rötha bei Leipzig Kinder aus der Nähe von Tschernobyl, die nach dem entsetzlichen Reaktorunglück vom Jahr 1986 zur Erholung in den Westen kamen. Er war erschüttert. Erst recht, als er in ein Dörfchen bei Minsk reiste: "Was wir dort gesehen haben, war unvorstellbar", schaudert es ihn heute noch vor Krankheit, Armut und Elend. Noch im gleichen Jahr organisierte er Hilfstransporte mit Kleidern, Lebensmitteln und Medikamenten.
Das ging viele Jahre so. Es bildete sich ein Helferkreis. Mehrfach im Jahr fuhren Ferch und Freunde nach Weißrussland, bepackt mit Hilfsgütern aller Art. Über seine Erlebnisse und Verhandlungen an den Grenzen könnte er Romane schreiben. Aber auch über die ungläubige Dankbarkeit oder die Überwältigende Gastfreundschaft derer, die Spenden erhielten. Mit der Zeit wurden die Transporte immer komplizierter: Sachspenden mussten gezählt, gewogen und dokumentiert werden, die Schikanen an der Grenze nahmen zu. Neuer Schwung kam mit Bürgermeister Dietrich Galsterer, der mit seiner großen Erfahrung die Organisation übernahm.
1994 wurde Kontakt mit dem Waisenhaus in Rudensk aufgenommen, ein Haus für behinderte Sonderschüler im Alter zwischen sechs und 16 Jahren. Nach mehreren Hilfstransporten wurde die Hilfe dann umgestellt. Ferch und Galsterer haben inzwischen nur noch Bargeld dabei, wenn sie nach Rudensk fahren. Sie kaufen mit Waisenhausdirektor Wasili in Minsk das ein, was tatsächlich gebraucht wird. Das Waisenhaus hat eine große Landwirtschaft, eine Schreinerei und eine Schneiderei. Diese wurden besser ausstaffiert, so dass sich die Schüler selbst Bertwäsche oder Kleider nähen und dabei gewisse Fertigkeiten erlernen können. Dierektor Wasili bestätigt, dass viele seiner Zöglinge inzwischen " ins Leben" entlassen werden können und nicht mehr unmittelbar nach der Schule in einem Altersheim vegetieren müssen.
Gut 100 000 Euro an Spendengeldern dürften inzwischen in das Waisenhaus investiert worden sein. Galsterer und Ferch passen sehr genau auf, was mit dem Geld passiert. Und wenn es nicht mehr fließt? "Dann fallen sie auf den Stand zurück wie vor hundert Jahren" erschrickt Ferch allein über den Gedanken.
So wird er am 20. Dezember erneut mit seiner Frau und Dolmetscherin Svetlana nach Weißrussland fahren, um den "Weihnachtsmann" zu spielen. Nicht als reicher Onkel aus dem Westen, sondern als Mann, der helfen will und sehr gut weiß, dass seine Hilfe nicht mehr ist als der Tropfen auf dem heißen Stein.
Das alles wäre nicht möglich ohne die treuen Spender aus dem Landkreis, die den Verein "Kinder in Tschernobyl" regelmäßig mit Spenden unterstützen. Der Verein sammelt zwar mit eigenen Aktionen Spenden, ein Großteil des Geldes aber kommt aus dem Freundeskreis. Und jeder Euro, so Galsterer, sei gut angelegt.




Verein Kinder in Tschernobyl hilft dem Heim in Rudensk / Zehn Tage unterwegs

Von Hannes Kuhnert.                                                                                           Pfalzgrafenweiler. Glücklich zurückgekehrt sind Manfred und Swetlana Ferch sowie Dietrich und Ursula Galsterer vom Verein "Kinder in Tschernobyl" von ihrer Fahrt nach Weißrussland. Zehn Tage waren sie in ihrer Mission unterwegs, um Waisenkindern in Rudensk zu helfen.

Der Verein, dessen Vorsitzender Manfred Ferch und dessen Kassier Dietrich Galsterer ist, unterstützt seit vielen Jahren ganz unkonventionell Waisenkinder in der vom Reaktorunglück betroffenen Region, etwa 80 Kilometer südlich von Minsk gelegen.
Allein drei Tage ihres zehntägigen Aufenthaltes gingen für die An- und für die Heimfahrt drauf, dabei gab es erneut Schwierigkeiten und stundenlange Wartezeiten sowohl an der Grenze von Deutschland zu Polen als auch an der Grenze von Polen nach Weißrussland.
In Minsk wurden für etwa 3000 Euro aus den eingegangenen Spendengeldern Kleider und Schuhe für die Kinder im Waisenhaus Rudensk gekauft. "Und", so berichtet Dietrich Galsterer, "Geschirr, damit wenigstens jedes Kind einen eigenen Teller hat".                                                                                                     Vor allem jedoch brachten die Besucher aus dem Westen für das Waisenhaus den Kleintransporter mit, der ebenfalls von Spendengeldern noch in Deutschland gekauft worden war. Bei ihrem fünftätigen Besuch in Pfalzgrafenweiler war der Kleinbus an Waisenhausdirektor Gilewski und dessen Stellvertreter übergeben worden. Beide chauffierten den Bus nun "im Konvoi" mit Ferch und Galsterer nach Hause.
Für Manfred Ferch war es der etwa 40. Besuch in Weißrussland, Dietrich Galsterer war schon fast ein Dutzend mal mit dabei. Der Verein "Kinder in Tschernobyl" ist inzwischen davon abgekommen, Sachspenden zu sammeln und zu übergeben. Der Verein bittet hier um Barspenden und kauft dann in Weißrussland für die Waisen-kinder die Dinge, die diese am nötigsten brauchen.
Die nächste Fahrt in diesem Jahr ist bereits ins Auge gefasst, sie soll kurz vor Weihnachten stattfinden. Laut Dietrich Galsterer sind bereits wieder einige Spenden eingegangen. Allerdings betont er: "Über weitere Spenden für die Waisenkinder würden wir uns natürlich sehr freuen."




60 Frauen und Männer starten bei Running/Bürgermeister hechelt mit.

Von Uwe Ade                                                                                                       Pfalzgrafenweiler. Etwa 60 Läuferinnen und Läufer, Walkerinnen und Walker starteten in Pfalzgrafenweiler vor dem Phönix-Sportheim zum Zwei-Täler- Freundschaftslauf, veranstaltet vom Running Pfalzgrafenweiler zugunsten des Weiler Vereins "Kinder in Tschernobyl".

Running-Vorsitzender Gerd Schaschko wie auch Pfalzgrafenweilers Bürgermeister Dieter Bischoff als Schirmherr freuten sich über die gute Teilnahme. Drei Strecken über sieben, zehn und 15 Kilometer standen zur Wahl. Der Schultes war auch mit von der Partie und setzte zum Lauf über die Sieben-Kilometer-Strecke an.          Die beiden ersten Strecken konnten im Walking-Schritt bewältigt werden. In der ersten Gruppe zur Sieben-Kilometer-Strecke starteten dann auch die meisten Teilnehmer. Wie Gerd Schaschko informierte, findet der Lauf zum fünften Mal statt. Zwei Mal wurde er in der Erzgrube, ausgetragen, einmal in Durrweiler und nun zum zweiten Mal in Pfalzgrafenweiler.
Für den Lauf wurden keine Startgebühr verlangt, die Unkosten wurden vom Running übernommen - eine Spende für die Kinder von Tschernobyl war natürlich höchst willkommen. Auch Dieter Bischoff erinnerte daran, dass sich sein Vorgänger Dietrich Galsterer seit Jahren für diesen Vereinszweck engagiert.
Während die sieben-Kilometer-Strecke übers Bömbachtal Richtung Spielberg und wieder zurück führte, ging die große Schleife über Egenhausen nach Beihingen und zurück - alle drei Strecken liefen zum Schluss wieder zusammen. Bei jeder Tour waren Gruppeneiter dabei.
Im Anschluss traf man sich im Sportheim des Vereins Phönix Pfalzgrafenweiler. Hier hatte der Vorsitzende des Vereins "Kinder in Tschernobyl" Manfred Ferch viele Informationen über die Arbeit und Hilfe seiner Organisation in Weißrussland parat.





Alpirsbach (hdy). Einen Scheck in Höhe von 2000 Mark (1025 EURO) übergaben Vertreter des Vereins Alpirsbacher Kreuzgangkonzerte an den Verein Kinder in Tschernobyl.

Schüler der Realschulklasse 7b hatten bei der Bewirtung der Konzertbesucher mitgewirkt und den Erlös von 500 Mark (255 EURO) zur Verfügung gestellt. Außerdem kamen 1300 Mark (665 Euro) aus erhöhten Eintrittspreisen beim Konzert des Kammerorchesters aus Minsk (Weißrussland) zusammen und 200 Mark (103 Euro) erbrachte eine Aktion aus der Mitte des Vereins.
Den Scheck über 2000 Mark (1025 EURO) überreichte Bürgermeister Roland Wentsch, der gleichzeitig Vorsitzender des Vereins Alpirsbacher Kreuzgangkonzerte ist, dem Verein Kinder in Tschernobyl, der seinen Sitz in Pfalzgrafenweiler hat, mit den besten Wünschen für die Not leidenden Kinder.
Dietrich Galsterer, Vorsitzender des Vereins Kinder in Tschernobyl, sprach seinen Dank aus und berichtete über die Notwendigkeit der Hilfstätigkeiten des Vereins, denn in Tschernobyl fehle den Kindern alles, was hier eine Selbstverständlichkeit sei.
Schon 40 mal war eine Abordnung des Vereins vor Ort, zunächst mit Lastwagen und Hilfstransporten, heute wird vieles vor Ort gekauft.




Einige Male schon hatte der Lions-Club Freudenstadt für den Verein "Kinder in Tschernobyl" gespendete. Auch in diesem Jahr wurde ein Teil des Erlöses aus dem Weihnachtsbasar gespendet. Lions-Präsident Dr. Hans-Jörg Nickel freute sich über die gute Zusammenarbeit, ist doch auch "Kinder für Tschernobyl" immer zur Stelle, wenn der Lions Club sich engagiert, wie beim Stadtfest in Freudenstadt, wo für die Lions wieder eifrig die heiß begehrten Flammkuchen gebacken werden - für einen guten Zweck, natürlich. Der ehemalige Bürgermeister Dietrich Galsterer, Mitglied in beiden Vereinen, und Manfred Ferch, Vorsitzender von Kinder in Tschernobyl freuten sich über die 3000 Mark, die Hans-Jörg Nickel überreichte.





Alpirsbach (sb). Die Religionslehrer des Bildungszentrums Sulzbergschule in Alpirsbach hatten für die Fastenzeit eine Aktion geplant, bei der die Schüler gleichaltrigen Kindern und Jugendlichen in einem anderen Land helfen konnten.

Die Alpirsbacher Schüler ließen sich durch die Schilderungen vom schweren Schicksal der Kinder aus der Region Tschernobyl in Weißrussland motivieren, an einer Hilfsaktion für diese teilzunehmen. So wurde dann mit der tatkräftigen und engagierten Hilfe der beiden fünften Klassen der Realschule und der Klasse sieben des Progymnasiums eine CD- und Musikkassetten-Börse organisiert, bei der Schüler eine oder mehrere CD´s oder MC´s abgaben und den ganzen Erlös oder einen Teil davon für den Verein "Kinder in Tschernobyl" in Pfalzgrafenweiler spendeten. Beide Klassen 5 der Real-schule hatten herausgefunden, wie man einen sogenannten Bibelkuchen backt (indem man vorgegebene Bibelverse nachschlägt, die einem dann die Zutaten verraten). Nachdem die "Versucherle" der Religionslehrerinnen sie überzeugt hatten, machten sie sich nun mit viel Elan daran, diesen Bibelkuchen zu Hause zu backen und beim Tag der offenen Tür des Bildungszentrums an die Besucher gegen eine Spende zu verkaufen.
So wurde es dann auch ein Ergebnis, das sich sehen lassen konnte: 1006 Mark konnten an den Verein in Pfalzgrafenweiler überwiesen werden in der Hoffnung, dass der Beitrag der Schüler hilft, ein wenig die Not der Kinder in Tschernobyl zu lindern.



Mit Dietrich Galsterer geht es bald wieder in die Region Tschernobyl / Am Samstag startet die neue Hilfsaktion

Von Doris Sannert.                                                                                              Pfalzgrafenweiler. Am Samstag, 8. April, ist es wieder soweit. Dann machen sich Manfred Ferch und Dietrich Galsterer auf, um kranken und behinderten Kindern in Weißrussland zu helfen. Über 40 Mal haben sie die Strapazen schon auf sich genommen und ihren Urlaub geopfert, um für den Verein "Kinder in Tschernobyl"  zu helfen, wo es am Nötigsten ist.

"Sie sagen schon Papa zu mir", freut sich Manfred Ferch über die Zuneigung, die ihm die Kinder aus dem Waisenhaus in Rudensk entgegen bringen. Kein Wunder, mit über 40 Besuchen gehört er zur Familie, ebenso wie Dietrich Galsterer, der Ferch auf dieser Reise begleitet. Strahlende Kinderaugen sind für sie Lohn genug, auch wenn die Spenden nur ein Tropfen auf den heißen Stein sind.

Mindestens ein Mal im Jahr machen sich beide auf den 1800 Kilometer langen Weg. Anfangs, als sie noch Hilfsgüter transportierten, fuhren sie mit Lastwagen, heute reicht ein Privatfahrzeug. 30 Stunden sind sie unterwegs und dank ihres Sonderstatus, den sie als Lieferanten von Hilfsmitteln haben, kommen sie meist auch an den Grenzen zügig voran. Denn vor allem an der Polnisch-weißrussischen Grenze muss mit Wartezeiten von einem Tag gerechnet werden.Im Landesinnern gebe es viele, die Deutsch oder Englisch sprechen und ihnen als Dolmetscher helfen. "An der Grenze bist du allein", sagt Ferch, und sein Partner fügt hinzu , dass es machmal sogar ein Vorteil sei, die Landessprache nicht zu beherrschen. Langes Hin und Her sei den Zollbeamten zu umständlich, und so wurden die beiden oft durchgewunken.


Über 40 Mal waren Manfred Ferch und Dietrich Galsterer schon in Weißrussland, um als Vertreter des Vereins "Kinder in Tschernobyl" vor Ort Hilfe zu leisten. Am 8. April starten sie erneut. Foto: ds

In Russland mieten sich Ferch und Galsterer stets im gleichen Hotel ein. Von dort aus starten sie ihre Einkaufs- und Spendenaktionen, die heute mehr denn je benötigt werden. Denn während sich die Löhne in den vergangenen sieben Jahren lediglich verdoppelt haben - 80 Prozent der Bevölkerung lebt von 50 Mark Monatseinkommen- schreitet die Inflation mit Riesenschritten voran. War eine Mark damals 4800 Rubel wert, so sind es heute 540 000 Rubel.

Kein Wunder, wenn die Lebenserwartung von 70 auf 50 Jahre gesunken ist."Die Situation ist nach wie vor katastrophal" sagt Ferch. Bei ihrem letzten Besuch im Waisenhaus in Rudensk gab es weder Seife noch Waschmittel oder Zahnpasta. "Wir haben mit unserer Spende den Bedarf für ein halbes Jahr gedeckt", freuen sich beide, wohlwissend, dass sich trotz ihres jahrelangen Engagements an der Gesamtsituation nichts geändert hat.

Doch das Wissen, die Lebensbedingungen wenigstens für eine Weile zu verbessern, die Kette der einseitigen Ernährung zu durchbrechen, Menschen Hygieneartikel und Medikamente, Werkzeuge und Baumaterial zu bieten, rechtfertige den Aufwand.
Künftig will der Verein auch ein Kinderinvalidenheim unterstützen. Wer spenden will, kann sich bei Manfred Ferch, Telefon 07445/1656, oder Dietrich Galsterer, Telefon 07445/2350, informieren.





Waldachtal-Tumlingen (wm). Selbst haben die Kindergartenkinder in Tumlingen einen Weihnachtsmarkt auf die Beine gestellt.

Erfreulicherweise herrschte grosser Andrang und die selbsgebastelten Weihnachts-karten, Kerzen, Dosen und Windlichter gingen weg wie die warmen Semmeln.

Das besondere an dieser Initiative des Kindergarten Tumlingen ist, dass der Gesamterlös von 400 Mark die Kinder dem Verein "Kinder in Tschernobyl" für ein Waisenhaus in Rudensk zukommen lassen, um den Kindern dort eine kleine Weihnachtsfreude zu bereiten.
Beim diesjährigen Adventskaffee im Kindergarten haben die Kinder außerdem einen Lichtertanz vorgeführt, frohe Weihnachtslieder gesungen und eine große Malaktion zum Thema Weihnachten veranstaltet.





Freudenstadt (lsg). Uwe Alf, Schulleiter der Eduard-Spranger-Schule in Freudenstadt, übergab zwei Spenden aus den Erlösen des Schulfestes, insgesamt 4000 Mark, an die Kinderhilfe für Rumänien und Tschernobyl.

Die Spendenaktion wurde von den Schülern und Schülerinnen mit Hilfe der Lehrerinnen Ursula Wolf und Heidi Kist organisiert. Die Schulleitung hatte den Betrag zu einer runden Summe aufgestockt.

Else Schwenk-Anger übernahm sehr erfreut die Spende für ihren Verein "Kinderreigen", der sich um arme Kinder in Rumänien kümmert und bedankte sich. Ihr Verein unterhält einige Häuser in Rumänien für Kinder und Jugendliche. Mit dem gespendeten Geld möchte sie eine Lehrwerkstatt für Jugendliche errichten, damit diese Kinder eine bessere Ausgangsposition für ihr weiteres Leben haben.

Dietrich Galsterer, der ehemalige Bürgermeister von Pfalzgrafenweiler, unterstützt schon lange Kinder in Tschernobyl. Galsterer bedankte sich ebenfalls für die 2000 Mark und betonte, dass man das Geld in Weißrussland gut gebrauchen könne, um eine bessere Verpflegung der Kinder zu ermöglichen.

Zur Zeit organisiert Galsterer zusammen mit dem Staatstheater Minsk ebenfalls Hilfe für behinderte Kinder in Tschernobyl.




Auch nach zehn Jahren noch hohe Spendenbereitschaft / Konzert mit "Kressiva"

Von Hannes Kuhnert (sb)                                                                                      Pfalzgrafenweiler. "Ein paar Kinder sagen schon Papa zu mir". strahlt Manfred Ferch (50), Hausmeister in Pfalzgrafenweiler; "und zu ihm Opa..." lächelt er verschmitzt und deutet auf Dietrich Galsterer (60). Ferch und Galsterer sind Herz und Motor des Vereins "Kinder von Tschernobyl". Die Organisation besteht seit zehn Jahren.

Angefangen hat alles, als Manfred Ferch das unendliche Leid weißrussischer Kinder nach dem schrecklichen Atomunglück von Tschernobyl erlebte und sich spontan zur Hilfe entschloss. Unterstützt von einem Freundeskreis, organisierte er Transporte mit Kleidern, Medikamenten und Nahrungsmittel, die er russischen Familien vor Ort übergab. Die Transporte waren zeitaufwendig und teuer, die Formalitäten wurden immer komplizierter. An die 30 Mal dürfte Ferch den Weg über die Grenze genommen haben, längst zählt er die Fahrten nicht mehr.

Inzwischen von einem Verein getragen, hat sich die Art der Hilfeleistung völlig gewandelt. Manfred Ferch und seine Freunde fahren nicht mehr mit 14-Tonnern in Richtung Minsk, sondern, bildlich gesprochen, mit den Taschen voller Dollarscheinen.

In und um Pfalzgrafenweiler hat sich ein Spenderkreis gefunden, der die Aktion von Anfang an unterstützt hatte und auch jetzt nicht nachläßt, da nicht mehr um Sachspenden, sondern um Bares gebeten wird. "Gebettelt" so sagt Dietrich Galsterer Bürgermeister im Ruhestand, deutlich. Alljährlich werden Briefe versandt, Spenden kommen auch durch eigene Aktivitäten des Vereins oder Freunde herein.
Da verzichtet mal ein Bürger bei seinem runden Geburtstag auf Geschenke und bittet um Spenden für die Kinder von Tschernobyl, da organisiert, zum Beispiel, "Running Pfalzgrafenweiler" Sportveranstaltungen für den guten Zweck. Die Spender, so freut sich Dietrich Galsterer, hätten die neue Art der Hilfeleistung akzeptiert. Denn, so der    Altbürgermeister überzeugt, es sei sinnvoller, die Ware in Weißrussland zu erstehen, wo es zwar fast alles zu kaufen gibt, sich aber nicht jeder alles leisten kann. Der Einkauf vor Ort sichert auch Arbeitsplätze.




Seit zwei Jahren existiert in Pfalzgrafenweiler eine Initiative, die sich die Unterstützung von Kindern in Tschernobyl zur Aufgabe gemacht hat. "Wir hatten das Gefühl, daß dringend Hilfe notwendig ist, die Leute leben dort am Existenzminimum", erklärt Dietrich Galsterer, Bürgermeister von Pfalzgrafenweiler. Manfred Ferch, der Vorsitzende des Vereins, bestätigt, daß der Bedarf nicht abnimmt. Neben der Hilfe für Tschernobyl fährt die Initiative mehrmals im Jahr nach Weißrussland. Ein Großteil der Spenden fließt einem Waisenhaus in Rudensk zu, das geistig behinderte und sozial schwache Kinder beherbergt. Da die kranken Kinder oft zum Arzt in das fast 100 Kilometer entfernte Minsk müssen, ist ein neuer Transporter von Nöten. Grund für die Energieversorgung Schwaben (EVS), sich ein weiteres Mal an einem humanitären Projekt zu beteiligen und einen Transporter zu spenden. Das von der EVS beigesteuerte, neunsitzige Fahrzeug wird bei der nächsten Fahrt nach Rudensk - zu der Manfred Ferch Ende Juli aufbricht - dem Waisenhaus zur Verfügung gestellt.



Duo startet Richtung Tschernobyl                                                                        Dietrich Galsterer und Manfred Ferch fahren heute/ Spende vom Lions-Club

Pfalzgrafenweiler/Freudenstadt (cim). Heute brechen sie auf, Dietrich Galsterer und Manfred Ferch. Die Reise geht in Richtung Tschernobyl. Ihr Gepäck: Hilfe für Kinder. Die beiden reisen im Namen des Pfalzgrafenweiler Vereins Kinder in Tschernobyl. Und der wird auch in diesem Jahr vom Lions-Club Freudenstadt unterstützt. Noch am Montag Abend überreichte Präsident Uwe Alf einen Scheck in Höhe von 5.000 Mark.

Das ist noch nicht alles, was Ferch und Galsterer für die Kinder in Tschernobyl mit-bringen. Für rund 20.000 Mark soll vor Ort eingekauft werden. Das auch deshalb, weil Sachspenden an der Grenze oft zu elendlangen Verzögerungen führen. Bürgermeister Galsterer ist in Weißrussland nicht als Bürgermeister, sondern als Kassier des Vereins Kinder in Tschernobyl unterwegs, Vereinsvorsitzender Manfred Ferch opfert für sein Engagement regelmäßig seinen Jahresurlaub.

Am Montag übergab Uwe Alf, Präsident des Lions-Clubs Freudenstadt, einen Scheck. Der Lions-Club unterstützt regelmäßig soziale Projekte, wobei der jeweilige Präsident versuche, Zeichen in seiner Amtszeit zu setzen. Alfs Schwerpunkt: Lions helfen Kindern. Schwerpunkt dabei: Tschernobyl. Weiter Projekte sind ein Kinderkrankenhaus in Bolivien und ein Kindergarten in Angola. Dazu kommen Aktivitäten im Kreis Freudenstadt. Da wird alten Menschen unter die Arme gegriffen, ein Zuschuß für einen Blindenhund gewährt oder eine Familie unterstützt, die durch einen Unfall in eine Notlage geraten ist. Außerdem arbeiten die Lions-Mitglieder mit Freudenstadt 400 zusammen, finanzieren in Raten die Skulptur in der Reichsstraße: Wenn die Skulptur "Schwarzes Wasser" von Wolf Bröll im Jubiläumsjahr der Stadt gehört, so ist das Verdienst der Lions.

Der Verein Kinder in Tschernobyl organisiert jährlich zwei bis drei Hilfsfahrten in die Region Tschernobyl. Seit zwei Jahren gibt es den Verein, Hilfsfahrten gab es schon vorher. Hauptsächlich, so Galsterer, werde ein Waisenhaus in Rudensk unterstützt. Dort leben geistig behinderte Kinder und Kinder aus sozial schwachem Milieu. Das Elende nimmt eher zu als ab: 1994, das erste Mal, waren dort etwa 100 Kinder, jetzt sind es rund 260, erzählt Galsterer. Grund dafür seien die wirtschaftliche und sozialen Probleme in Weißrussland. "Man sieht immer mehr bettelnde Kinder", fügt Ferch hinzu.

Der Verein aus Pfalzgrafenweiler unterstützt vorwiegend mit Lebensmitteln. Aber auch Kleidung und Medikamente werden gebracht. "Wir leisten aber auch spontane Hilfe", erzählt Ferch. So haben die beiden diesmal einen Rollstuhl im Gepäck für eine Frau, die an Multiple Sklerose erkrankt ist.
Nur Galsterer und Ferch fahren, das hält die Kosten niedrig, am 16. Mai wollen sie zurück sein, doch festlegen könne man sich da nicht. Vereinsvorsitzender Ferch ist froh, daß sich Bürgermeister Galsterer für die Sache engagiert. "Hätten wir mehr Leute, die im Rampenlicht stehen, würden wir noch mehr erreichten." Und Galsterer, in diesem Fall eben Kassierer und nicht Bürgermeister, meint, es werde sicher mal wieder einen reinen Sachspenden-Transport geben, auch wenn es Probleme beim Zoll gebe, denn: "Das ist abenteuerlicher."



Freundliche Grenzer                                                                                            Hilfsfahrt für Kinder in Tschernobyl / Glückliche Rückkehr

Pfalzgrafenweiler. Müde aber zufrieden sind die Helfer der Aktion Hilfe für Kinder in Tschernobyl von ihrer Fahrt zurückgekehrt.

Die Helfer stellten fest, daß sich zwar der Lebensstandard etwas stabilisiert und nach den dortigen Begriffen normalisiert hat, daß aber nach wie vor die Einkommensober-grenze, je nach Beruf, zwischen 100 Mark und 200 Mark monatlich liegt. Die Hilfe aus Pfalzgrafenweiler und Umgebung wurde daher im Waisenhaus Rudensk und an anderen Stellen dankbar und freudig entgegengenommen.

Die Beschenkten haben mit bewegten Worten gebeten, allen Spendern zu danken. Entgegen aller Erwartungen waren die Grenzer bei den Abfertigungen freundlich und entgegenkommend. Waren die Helfer nicht zehn Stunden im Stau gesteckt, wären sie im Rahmen der üblichen Zeit in Minsk angekommen: So dauerte die Fahrt rund 48 Stunden.

Da die Zollabfertigungen in Minsk am Samstag nicht möglich sind, hatten die Helfer Gelegenheit, zwei Tage lang die Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten zu besichtigen. Dies war eine angenehme und interessante Beschäftigung. Die Zollabfertigung am Mantag und Dienstag schildern die Transporteure als eine langwierige Prozedur, weil noch verschiedene Genehmigungen benötigt wurden. Sei dies nun vom Veterinäramt, von der Staatsanwaltschaft oder der Stadtkommision.



Sortieren, zählen, wiegen                                                                                     Hose zu Hose, Mehl zu Mehl / Helfer suchen Helfer

Pfalzgrafenweiler. Zahlreiche Hilfstransporte nach Rußland hat der Verein "Kinder in Tschernobyl" in Pfalzgrafenweiler schon unternommen, jeweils getragen von großer Spendenfreudigkeit aus der Bevölkerung. Künftig wird´s schwieriger.

Beim letzten Transport hatte der Verein erhebliche Schwierigkeiten mit dem Zoll in Weißrussland. Entgegen bisheriger Gepflogenheiten müssen nun alle Sachspenden genau nach Sachgruppen aufgeführt werden. Das heißt: Hose zu Hose, Jacke zu Jacke, Mehl zu Mehl. Alle Spenden also müssen sortiert, gezählt, gewogen, aufgelistet werden.

Aus diesem Grund gibt es in diesem Jahr zur Vorbereitung des nächsten Transports auch nur einen Sammeltermin. Dieser ist am Samstag, 26. April, von 10 bis 12 Uhr im Schulzentrum in Pfalzgrafenweiler.

Aus gleichem Grund sollen für diesen Transport auch nicht so viele Sachspenden wie bisher mitgenommen werden, sondern man will sich noch auf den Bestand beschränken um sich mit den Sachspenden auf das Wesentliche konzentrieren zu können.

Um aber die vorhandenen Spenden zu sortieren, also Hose zu Hose, Mehl zu Mehl..., sucht der Verein noch Helferinnen und Helfer, um in zwei Zählaktionen Übersicht über das Vorhandene zu bekommen und es zu sortieren. Die Zähllisten müssen dann vorab nach Weißrussland gesendet werden, um sie genehmigen zu lassen. Somit erhofft man sich dann einen reibungslosen Transport der Spenden nach Weißrussland.
Zählaktionen sind am heutigen Mittwoch, 16. April sowie am Montag, 28. April, jeweils ab 17 Uhr im Schulzentrum.



Die wahren Opfer sind oft die Kinder. Russischer Waisenhausdirektor bedankt sich für Hilfe

Pfalzgrafenweiler (ho). Wie sehr einem Menschen aus Weißrussland daran liegen muss, sich für Hilfe aus dem Ausland zu bedanken, wird man erstverstehen, wenn man die Verhältnisse kennt, unter denen die Leute dort leben und arbeiten. Waisenhausdirektor Gilevski, der auf Einladung des Vereins "Kinder in Tschernobyl" in Deutschland war, umriß die Situation seines Waisenhauses in der Nähe des Tschernobyler Unglücksreaktors.

Das Waisenhaus ist Heimat für 211 behinderte Kinder im Alter von 6 bis 15 Jahren. Dem Haus angegliedert ist eine Schule, in der die Kinder lernen, ihren Tagesablauf und ihr Leben selbst zu organisieren. Zwar hatte die Weißrussische Regierung bereits 1993 ein Gesetz zur Versorgung dieser Kinder verabschiedet, an dessen Umsetzung ist jedoch aufgrund der katastrophalen wirtschaftlichen Lage des Landes überhaupt nicht zu denken. "Die Kinder müssen zwei Kilometer laufen, um sich zu waschen"

Mit dem Bau eines Waschraums wurde zwar vor einigen Jahren begonnen, jedoch fehlt das Geld für die Fertigstellung. Um die Versorgung der Kinder zu gewährleisten ist man auf die Bewirtschaftung der 45 ha großen Landwirtschaft angewiesen. "Wir haben 100 Tonnen Kartoffeln und 40 Tonnen Weizen geerntet" erzählt Gilevski stolz. Zahlen die bei uns niemand überraschen, jedoch eine beachtliche Leistung, wenn man davon ausgeht, dass nahezu alles in Handarbeit erwirtschaftet wurde.

Die Versorgung mit Medikamenten bleibt zwar kritisch, jedoch sind, mit dem von der EVS gespendeten Bus, zumindest Krankentransporte möglich.

Ohne Hilfe aus dem Ausland wäre die Einrichtung nicht lebensfähig. Die Temperatur in den Räumen beträgt im Winter gerade sieben Grad. Der Verdienst der Mitarbeiter ist sehr gering und wird viel zu oft erst spät ausbezahlt. Auf die Frage nach den persönlichen Beweggründen für seine engagierte Arbeit als Heimleiter führt Gilevski die Verantwortung gegenüber "seinen Kindern" an.

Daß in Weißrussland nahezu 14 000 Kinder ohne Eltern leben müssen, liegt zum einen an der Reaktorkatastrophe. Eine weitere Ursache sind die schlechten wirtschaftlichen Verhältnisse: Allzuoft werden die Kinder einfach abgeschoben weil die Familie sie nicht ernähren kann. Ein Platz im Heim ist dann noch ein Glücksfall. Viele Kinder leben auf der Straße.
Waisenhausdirektor Gilevski überreichte als Dank für die geleistete Hilfe von den Kindern selbstgebastelte Geschenke stellvertretend an Bürgermeister Dietrich Galsterer.



Brot und Salz für die Helfer                                                                                  Verein "Kinder in Tschernobyl" brachte wieder Spenden nach Weißrussland







Manfred Ferch, Vorsitzender des Vereins "Kinder in Tschernobyl" überreichte an Waisenhaus-Direktor Walentin Iosifowidsch Gilewskij den VW-Transporter.






Mit Brot und Salz wurden die Helfer im Waisenhaus empfangen.

Pfalzgrafenweiler (ade). Dringend benötigte Hilfe für Waisen, Kindergartenkinder und Kinder in Heimen aus sozial geschädigten Familien wurden vom Verein "Kinder in Tschernobyl" aus Pfalzgrafenweiler vom 15. Mai bis 25. Mai in die weißrussische Hauptstadt Minsk und die dortige Umgebung gebracht.

Ein Lastwagen, beladen mit 15 Tonnen Hilfsgütern und als Begleitfahrzeug ein Mercedes-Bus und ein VW-Transporter starteten zu dem zehntägigen Hilfstransport.Der VW-Transporter war ein Geschenk für ein Waisenhaus. Knapp 4000 Kilometer waren von dem Konvoi zu überwinden - das bedeutete äußerste Konzentration, körperliche und psychische Strapazen für die gesamte Hilfsmannschaft. Selbstverständlich war es auch diesmal für Pfalzgrafenweilers Bürgermeister Dietrich Galsterer, sich an der strapaziösen Tour zu beteiligen. Zusammen mit dem Vorsitzenden des Weilermer Vereins "Kinder in Tschernobyl", Manfred Ferch, hatte er die Organisation des Hilfstransports übernommen. Mit dabei diesmal auch die Gemeinderäte Georg Schaber (Bösingen) , Stefan Gall (Pfalzgrafenweiler) sowie Heide Mast (Bösingen) und die beiden LKW-Fahrer Mike Helm und Gert Splettstösser aus Rötha in Sachsen. 44 Stunden für die Fahrt nach Minsk, fünf Stunden Wartezeit an den beiden Grenzen und teilweise nur im Schneckentempo befahrbare Straßen prägten die Hilfsaktion. Während des Aufenthalts in Minsk half die ständige Begleitung von Swetlana, der Dolmetscherin der gemeinnützigen Stiftung für die Kinder von Tschernobyl, der Helfergruppe bei der Arbeit.

Bei der Stiftung, die Adressen von hilfsbedürftigen Familien verwaltet, wurden Lebensmittelpakete und Kleidung abgegeben. In ein Krankenhaus in Minsk mit Säuglingsstation wurden Babyausstattungen und Pflegemittel gebracht. Medikamente, Lebens-mittel und Kleidung gingen an das Rote Kreuz in Minsk, das diese Mittel an Bedürftige, vor allem ältere, kranke und behinderte Menschen verteilt.

Der VW-Transporter ging an ein Waisenhaus in Rudensk, 40 Kilometer von Minsk entfernt. 180 Kindern im Alter von sieben bis 15 Jahren sind in diesem Waisenhaus untergebracht. Freudig wurden die Helfer dort mit Brot und Salz, einer weißrussischen Tradition, begrüßt. Einige Kinder in weißrussischer Tracht zeigten einen Folkloretanz. Künftig wird der VW-Bus zum Transport der Kinder eingesetzt.

Ein Erlebnis war der Besuch in der Stadt Zhodino, rund 50 Kilometer von Minsk entfernt. Dort wurde die Gruppe im Rathaus von Bürgermeister Kahervski Valeri Mikhailovich empfangen. Die Weilemer nutzten außerdem die Gelegenheit, eine Möbelfabrik und ein Waisenhaus zu besichtigen. Mit unvergesslichen Eindrücken und dem Wissen, wenigstens ein wenig Hilfe gebracht zu haben, trat die Gruppe die Heimreise an.



Hilfsbereite Bürger schicken eine Lastwagen für Atom-Opfer Richtung Ukraine

Vollbepackt mit Hilfsgütern startete ein Lastwagen von Pfalzgrafenweiler aus in Richtung Rußland. Der Verein "Kinder in Tschernobyl" aus Pfalzgrafenweiler hatte wieder viel Unterstützung von der Bevölkerung erfahren. Nicht nur aus Pfalzgrafen-weiler, sondern auch aus Nachbarorten waren Spenden wie Lebensmittlepakete, vielerlei gut erhaltene Kleidung, Spielzeug oder Babyausstattungen eingegangen, so daß der von der Spedition Pfefferle zur Verfügung gestellte 14-Tonner randvoll beladen werden konnte. Die Hilfsgüter werden nach Kiew und Umgebung gebracht und dort von den Helfern direkt an Waisen- und Krankenhäuser und an Hilfsbedürftige verteilt. Ein von der EVS gespendeter VW-Bus kommt in ein Kinderheim. Neben Manfred Ferch, der als Vorsitzender solche Hilfsfahrten bereits seit fünf Jahren organisiert, sind bei der Hilfsfahrt Bürgermeister Dietrich Galsterer, Stefan Gall, Georg Schaber, Heide Mast, Uwe Ade sowie Mike Helm und Gerd Splettstöpßer aus Rötha dabei.



EVS-Bus fährt jetzt kranke Kinder                                                                        Verein "Kinder in Tschernobyl" bringt den Wagen in die Region des Reaktorunfalls

Bad Teinach-Zavelstein (vr). Zugunsten krebskranker Kinder in Tschernobyl hat die Geschäftsstelle der Energieversorgung Schwaben (EVS), Station Teinach, gestern einen VW-Bus gestiftet.

Der Transporter mit einem Schätzwert von rund 12 600 Mark aus dem EVS-Fuhrpark befördert in Zukunft kranke Kinder aus der Umgebung des Unglück-Reaktors zur Behandlung in die Krankenhäuser.

Entgegengenommen wurde der fünf Jahre alte Wagen vom privaten Hilfsverein "Kinder in Tschernobyl" in Pfalzgrafenweiler. Manfred Ferch, Vorsitzender des Vereins, wird den Bus mit weiteren Hilfsgütern am 15. Mai in das Einsatzgebiet zwischen Minsk und Tschernobyl bringen.                                                       In der Region Tschernobyl leiden etwa 500 Kinder an Krebs

In der radioaktiv verseuchten Region seien vor allem Kinder Opfer des Unfalls im Atomkraftwerk. Nach Schätzungen des Vereins leiden dort derzeit etwa 500 Kinder an Schilddrüsenkrebs. Bei optimaler medizinischer Versorgung liege die Heilungsquote zwischen 90 und 95 Prozent.





Spende zugunsten krebskranker Kinder in Rußland:        EVS-Geschäftsstelle in Station Teinach schenkte diesen Wagen dem Verein "Kinder in Tschernobyl" Pfalzgrafenweiler. Unser Bild zeigt von links den Leiter der EVS-Geschäftsstelle, Guido Schaible, Pfalzgrafenweilers Bürgermeister Dietrich Galsterer, den Vorsitzenden des Hilfsvereins, Manfred Ferch und Hans-Gert Czygan von der EVS-Verwaltung Herrenberg. Foto: Rath



3000 Mark für die Kinder von Tschernobyl

Eine Spende in Höhe von 3000 Mark für die Kinder von Tschernobyl wurde dem Mitinitiator der Bürgerinitiative Bürgemeister Dietrich Galsterer in Pfalzgrafenweiler übergeben. Anläßlich einer Betriebsfeier zur Einweihung neuer Produktionsstätten bei der Firma Reichert/Holztechnik waren unter den geladenen Gästen zwei Garnituren Jugend-Schreibmöbel aus eigener Produktion verlost worden. Der Erlös der Aktion wurde von der Geschäftsleitung der Firma Reichert um nochmals dieselbe Summe erhöht.



Armut wird immer größer                                                                                      Helfer aus Pfalzgrafenweiler erneut in Weißrussland unterwegs

Pfalzgrafenweiler. Neun Tage waren Helfer aus Pfalzgrafenweiler wieder in Weißrussland unterwegs, um Spenden für die Kinder in Tschernobyl zu verteilen. Wichtigster Eindruck dieser Hilfsfahrt: Der Lebensstandard der dortigen Menschen hat sich weiter verschlechtert, und die Spendentransporte sind jetzt nötiger denn je.

Insgesamt vier Tage waren die Helfer auf der Straße oder an den Grenzen. Durch die gute Verpackung der Spendenmittel durch die Spender, waren diesmal die Grenzaufenthalte aber wesentlich kürzer als sonst. Die Dankbarkeit der Beschenkten war herzlich und groß.Insbesondere wenn man bedenkt, daß seit dem letzten Aufenthalt der Weilemer in Weißrussland die Löhne zwar um 10 Mark pro Monat auf nunmehr 40 Mark angestiegen sind, die Preissteigerung aber rund 300 Prozent beträgt und damit sich der Lebensstandard wesentlich verschlechtert hat.
Das heißt, die Durchschnittsbevölkerung kennt Fleisch nur noch aus der Erinnerung oder vom Hörensagen.Genauso ist es mit einer warmen Stube. Da die ganze Stadt Minsk durch ein Fernwärme- und Fernwassersystem versorgt wird, das nur dann betrieben wird, wenn minus sechs Grad Celsius herrschen. Nun waren es aber während unserem Aufenthalt plus sechs Grad Celsius. Das hieß für verwöhnte "Weilemer" warm anziehen.Neben der großen Dankbarkeit der Bevölkerung waren die Haupterlebnisse die Teilnahme an der Siegesparade zum Gedenken an das Kriegsende vor 50 Jahren und der Besuch des Balletts, von dem die Einheimischen behaupten, es sei das beste der ehemaligen Sowjetunion.
Der wichtigste Eindruck war jedoch, daß die Wirtschaftliche Situation wesentlich schlechter wird, und daß man nicht nachlassen sollte, den Kindern von Tschernobyl zu helfen. Da die Spenden in diesem Jahr noch vielfältiger waren als bei der letzten Fahrt, sind auch gewisse Reserven vorhanden, die im Oktober nach Weißrussland gebracht werden.



Kindergarten sammelt für Heim in Weißrussland

Waldachtal-Tumlingen (c) Für die Kinder in Tschernobyl sammelt der Kindergarten in Tumlingen. Die Hilfsgüter werden von einem Team nach Tschernobyl gebracht und übergeben. Spenden aus der Bevölkerung von Waldachtal sind willkommen, besonders Kinderkleidung, Kinderschuhe, Spielzeug und Lebensmittel. Vor allem Kindernahrung ist Mangelware in Weißrussland. 100 Kinder in einem Waisenhaus in Rudensk werden damit unterstützt. Spenden können ab sofort im Kindergarten abgegeben werden.





Kinder des Waisenhauses helfen beim Ausladen der Hilfsgüter. Foto: Ade


Inflation überrollt das Volk                                                                                   Bürgerinitiative Pfalzgrafenweiler bringt Hilfsgüter nach Minsk und Umgebung

Minsk/Weißrussland (ade). Kaputte, mit Schlaglöchern übersäte Straßen, Armut, Arbeitslosigkeit, auch schon Anfänge der freien Marktwirtschaft, prägen Minsk, die Hauptstadt von Weißrussland. Rund 15 Tonnen Hilfsgüter brachte die Bürgerinitiative Pfalzgrafenweiler in Krankenhäuser, Waisenhäuser und an hilfsbedürftige Familien bei einem Hilfstransport nach Minsk und Umgebung (siehe auch Sonderseite).

Nach der Fahrt kamen die Dolmetscher Nikolaj und Swetlana von der Minsker "gemeinnützigen Stiftung für die Kinder von Tschernobyl" im Hotel an und hießen die Fahrer des Hilfstransports aus Pfalzgrafenweiler und Baisingen willkommen. Nach dem Frühstück im Hotel fuhr ein Lastwagen zum Lager der Stiftung. Wegen der Schlaglöcher konnte teilweise nur im Schritttempo gefahren werden. Für mehrere Familien mit vielen Kindern in der Stadt wurden Essenspakete abgegeben.Auch gab es noch Zollformalitäten für den Sattelzug, der am nächsten Tag nach Mogilev - rund 200 Kilometer weiter - fahren sollte, zu erledigen. Am Montag zeigten die beiden Dolmetscher den Schwaben die Minsker Altstadt. Mit der Straßenbahn ging es in die Innenstadt. Die Gruppe mußte schwarzfahren, weil es an Feiertagen nirgends Fahrkarten zu kaufen gab. Rund ums Minsker Stadtion wurde ein Markt besucht, der die Anfänge der freien Marktwirtschaft in der ehemaligen Sowjetunion präsentiert. Fast ausschließlich westliche Ware werden  dort von jungen Händlern angeboten. Dies sei zwar schön und gut, so Dolmetscherin Swetlana, doch gekauft werde hier fast nicht - die Menschen haben kein Geld. Durchschnittlich liegt der Lohn bei etwa 300.000 Rubel im Monat, das sind rund 35 Mark. Auch in den großen Kaufhäusern herrscht das gleiche Bild - es gibt so ziemlich alles zu kaufen, doch die Leute haben das Geld nicht dazu. Die Inflation überrollt das Volk.
Wenn man bedenkt, daß eine Schachtel Zigaretten oder eine Zahnbürste 7.000 Rubel, also etwa einen halben Tageslohn kosten, dann weiß man um die Armut.
Am Dienstagmorgen wurde ein Minsker Kinderkrankenhaus mit rund 100 drei- bis 14 jährigen Kindern angefahren. Ein Narkosegerät und ein Bestrahlungsgerät, vom Kreiskrankenhaus Freudenstadt gespendet, wurden dort abgeladen und dankbar entgegengenommen. Weiter wurden Lebensmittel, Verbandsmaterial und Medikamente übergeben. Eine große Station mit körperlich und physisch behinderten Kindern läßt die Folgen von dem Reaktorunglück in Tschernobyl zum Teil erahnen.
Am Nachmittag wurden beim Minsker Roten Kreuz dringend benötigte Medikamente und Kleidung abgegeben und ein weiteres Krankenhaus mit Entbindungsstation von einem Weilemer Lastwagen angefahren, während sich die Crew aus Baisingen mit auch rund 20 Tonnen Hilfsgütern ist 200 Kilometer entfernte Mogilov begab. Das dortige Krankenhaus, erst seit April letzten Jahres in Betrieb, beherbergt unter anderem etwa 60 Mütter mit ihren Säuglingen. Glücklich nahm die Leiterin den mitgebrachten Brutkasten, Lebensmittel, Medikamente und Babynahrung in Empfang.
Drei Kinderfamilien in Minsk bekamen am Mittwochmorgen Hilfe aus dem Westen. Auf engstem Raum lebten zwei dieser Kinderfamilien in fünf Zimmern in einem Wohnblock zusammen. Die Kinder, alle Waisen, wurden von zwei Frauen angenommen und werden von diesen großgezogen.
Am Donnerstag wurden ein Waisenhaus und eine Schule angefahren. Allein dieses Waisenhaus beherbergt rund 160 Kinder, die alle Psychisch leicht behindert sind. Lebensmittel, Kleidung und Spielzeug ließen die Augen der Kinder strahlen.
Wohlbehalten, mit vielen unvergeßlichen Eindrücken kam die Baisinger Gruppe aus Mogilev zurück. Dort wurden Hilfsgüter in einem Krankenhaus und einem Waisenhaus abgegeben, in Sokolwka Lebensmittel und Spielsachen in einer Schule und direkt an die Bevölkerung verteilt.
Die Lebensmittel wurden den Helfern beim Verteilen von der großen Menschenmenge aus den Händen gerissen. Stark beeindruckt von den fast unvorstellbaren Lebensverhältnissen  und den durch den Atomreaktorunfall hervorgerufenen Schäden bei der Bevölkerung trat die Mannschaft am Freitagmorgen um 4 Uhr die Heimreise Richtung Westen an. Wieder 400 Kilometer weißrussische Autobahn, Richtung zur polnischen Grenze in Brest ging es vorbai an kleinen Dörfern, Hinderte von Kilometer immer geradeaus. Kein Probleme gab es bei der Heimfahrt an den Grenzen - der Konvoi wurde in Brest wie auch von Polen nach Deutschland in Görlitz schnell abgefertigt. Erschöpft und todmüde erreichte man nach 35 Stunden Fahrt und über 4000 Kilometern die Heimat wieder.



Auf holprigen Straßen gen Osten                                                                         Hilfsgüter für Kinder in Tschernobyl / 1300 Kilometer in 35 Stunden

Von Uwe Ade                                                        Pfalzgrafenweiler/Weißrussland. Hilfe für Kinder in Tschernobyl, Hilfsgüter die in den Gebieten der ehemaligen Sowjetunion dringend nötig sind, wurden vor zwei Wochen mit drei Lastwagen und zwei Begleitfahrzeugen aus Pfalzgrafenweiler und Baisingen (über 30 Tonnen) nach Weißrußland transportiert. Diese Hilfsgüter bestanden zum größten Teil aus Spenden aus den Landkreisen Freudenstadt, Calw und Tübingen.

Manfred Ferch aus Pfalzgrafenweiler hatte zusammen mit dem Bürgermeister der Gemeinde Dietrich Galsterer und mit Dieter Hermann aus Baisingen eine neuntägige Hilfsfahrt nach Minsk und Mogilev in Weißrußland in der Gegend von Tschernobyl organisiert. Über 4000 Kilometer waren von dem Konvoi in Richtung Osten zu überwinden - das bedeutete äußerste Konzentration und  körperliche und psychische Strapazen für die gesamte Hilfsmannschaft.

Für Pfalzgrafenweilers Bürgermeister Dietrich Galsterer, der sich im letzten Jahr bei einer Hilfsfahrt nach Kiew in der Ukraine ein Bild von dem Elend und der Hilfsbedürftigkeit der Bevölkerung gemacht hatte, war es beinahe eine Selbstverständlichkeit auch diesmal wieder beim Organisieren zu helfen.Mit dem Bürgermeister, Manfred Ferch, Heinz Graf, Dieter Pfefferle, Uwe Ade und Anton Buck aus Bramsche startete der Konvoi mit zwei 7,5-Tonnern und  dem Geländewagen des Rot-Kreuz-Ortsvereins Pfalzgrafenweiler frühmorgens um 6.30 Uhr in Richtung Autobahn. Auf dem Rasthof Schönbuch trafen sie auf die zweite Gruppe - Dieter Hermann aus Baisingen mit seiner Gruppe mit Campingbus und einem vollbeladenen Sattelzug.

Weiter ging die Fahrt gen Polen, um 15.45 Uhr war Dresden erreicht und um 17.45 Uhr nach mehr als elf Stunden Autofahrt und 680 Kilometern erreichte der Hilfstransport die polnische Grenze. Weit über 100 Lastwagen standen dort auf dem Zollhof und warteten auf die Abfertigung. Die Weilemer Truppe war frohen Mutes - schließlich transportierte man ja Hilfsgüter.

Vorsorglich waren die Lastwagen schon am Abend zuvor vom Zollamt Tübingen verplombt worden. Dennoch machten die polnischen Behörden Schwierigkeiten. Sie waren mit der Verplombung nicht einverstanden und erst nach knapp fünf Stunden und einer kleinen "Sondergebühr" ging es endlich weiter. Mit Blaulicht geleitete die Görlitzer Polizei den Konvoi durch die Stadt, teilweise auf der Genfahrbahn bis zum Grenzübergang.

800 Kilometer führte die Fahrt durch Polen bis zur weißrussischen Grenze. In Brest waren es von Pfalzgrafenweiler aus über 1300 Kilometer. Dort angekommen, nach über 35 Stunden Fahrt, wartete vor dem Hilfskonvoi eine kilometerlange Schlange von Lastwagen. Dietrich Galsterer und Dieter Hermann fuhren vor bis zur Genze und erklärten dort den Grund der Fahrt, worauf es hieß: Freie Fahrt, an den wartenden Fahrzeugen vorbei. Es waren mehr als 300 Fahrzeuge.

Den Blick zog in Weißrußland, kurz nach der Grenze, eine Fast unbefahrbare Brücke voller Schlaglöcher. Nach 400 Kilometern auf einer gut ausgebauten zweispurigen Autobahn war schließlich das Ziel Minsk, die Hauptstadt von Weißrußland, erreicht. Gegen 23.30 Uhr, nach 41 Stunden Fahrt, wurde auf Anhieb das Hotel "Tourist" in der Millionenstadt gefunden. Todmüde waren bald danach alle in ihren Zimmern verschwunden, um sich von den Strapazen zu erholen.


Große Freude herrschte im Krankenhaus über mitgebrachte Spielsachen. Foto Ade



Engagierte Bürger organisieren wieder einen Hilfskonvoi:                                 Tschernobyl braucht Hilfe                                                                                          Es gibt fast gar nichts, was nicht vor Ort irgendwie gebraucht würde

Pfalzgrafenweiler / Baisingen (lex). Die Ortsgruppen "Kinder in Tschernobyl" in Pfalzgrafenweiler und in Baisingen entsenden am 29. April zwei Lastwagen mit Kleidern und Lebensmitteln. Das Ziel liegt an der verseuchten Zone bei Tschernobyl. Pflegefamilien von Waisenkindern, ein Krankenhaus in Minsk sowie Kindergärten und Schulen sind die Empfänger. In dem Notstandsgebiet fehlt es an allem.

Der Unfall im Atomkraftwerk in Tschernobyl im April 1986 hat damals die ganze Welt schockiert. Heute gibt es dort, wo einmal Kinder spielten, eine Sperrzone. Die Kinder sind diejenigen, die nachhaltig zu leiden haben. Viele haben ihre Eltern verloren und leben jetzt in Kinderheimen.                                                                    Glück, von Pflegefamilien aufgenommen zu werden. Die "Waisenfamilien" haben ihre, ohnehin schon dramatische, wirtschaftliche Lage durch die Aufnahme der Kinder weiter verschlechtert. Aber die aufgenommenen Waisen sind glücklich über die Geborgenheit in der neuen Familie. An diese "Waisenfamilien und andere soziale Einrichtungen werden die in unserem Kreis gesammelten Hilfsgüter ausgegeben.                                                                                           Zwei Lastwagen werden vom 29. April bis 6. Mai unterwegs sein, um die Spenden an die Empfänger zu übergeben. Der Transport ist letztendlich nur möglich, weil die Speditionen Pfefferle aus Pfalzgrafenweiler und Alfred Schuon aus Haiterbach die Fahrzeuge kostenlos zur Verfügung stellen. Die Fahrt wird Kosten für Treibstoff und Unterkünfte von etwa 3000,00 DM verursachen. Zusätzlich soll gezielt Kindernahrung eingekauft werden. Mit einer Geldspende kann jeder mithelfen. Deshalb wurde ein Spendenkonto der Gemeinde Pfalzgrafenweiler mit dem Stichwort "Kinder in Tschernobyl" eingerichtet.                                               Sachspenden sind ebenfalls willkommen: Spielzeug, Schuhe, Öl, Fett und Lebens-mittel sind dafür geeignet. Für Lebensmittel empfehlen sich sogenannte Quer-schnittspakete, die gleichsam einen "Querschnitt" durch Artikel des täglichen Bedarfs darstellen. Für Hilfslieferungen hat sich eine Zusammenstellung bewährt, die heben unverderblichen Lebensmitteln und Konserven auch die nötigsten Hygieneartikel enthält. Kleiderspenden können nicht mehr angenommen werden, da bereits eine ganze Lkw-Ladung mit gebrauchten Kleidern zusammengekommen ist.                                                                                                        Die in Kartons verpackten Spenden sollen mit einer Packliste gekennzeichnet sein, um die Zollformalitäten zu vereinfachen. Spenden werden an folgenden Tagen entgegengenommen: In Pfalzgrafenweiler, Schulzentrum.......in Herzogsweiler bei Heiderose Nübel.....In Haiterbach bei Heinz Schober....



Lichtblicke in Armut und Enge                                                        Tschernobylfahrer wieder zurückgekehrt/Hilfsmittel für Krankenhaus

Pfalzgrafenweiler. Von einer Hilfsfahrt in die Ukraine sind Mitglieder einer Bürgerinitiative zurückgekehrt. Die Personen aus Pfalzgrafenweiler, Rötha (Sachsen) und Bramsche (Niedersachsen) brachten medizinische Hilfsmittel sowie Geschenke in das von Armut geprägte Gebiet.

Die Hilfsfahrt Mitte Mai wurde in Zusammenarbeit mit der Mission "Licht im Osten" der Brüdergemeinde Korntal organisiert. Die Gesamtstrecke für die Gruppe aus Pfalz-grafenweiler betrug rund 4600 km.

Die Reise führte zunächst Richtung Rötha, dem Sammelpunkt für den Kilfskonvoi. Nach einem kurzen Stadtbummel durch Leipzig wurden die insgesamt fünf Fahrzeuge beladen, wovon zwei eine Spende der Brüdergemeinde Korntal an die Baptisten-gemeinde in Kiew waren.

Nach über 40 Stunden Fahrzeit erreichte die Gruppe Kiew und mußte dort, da die Baptistenmission nicht besetzt war, in den Fahrzeugen schlafen. Am nächsten Tag wurden rund 20 Tonnen Hilfsgüter abgeladen und von vier Zöllnern überprüft. Tags darauf fuhr man rund 100 km in Richtung Tschernobyl in ein Dorf, das 40 km vom Reaktor entfernt ist, also am Rand der sogenannten Todeszone.

Vorwiegend Spielzeug und Süßigkeiten verteilten die Helfer an die dortige Schule und im Kindergarten sowie an die Bevölkerung. Kleidung ließ man im Gemeinschafts-haus der Kirche, damit sie von dort verteilt werden konnte. Nebenher brachte vor allem Manfred Ferch Lebensmittelpakete in die Häuser im alten Dorfbereich. Die Gruppe erlebte dort eine unsägliche Enge und Armut. Die Hilfsmittel waren gut angebracht, wobei sich die Helfer darüber im klaren waren, daß sie an der Gesamtsituation nichts ändern können. Zum Tagesabschluß wurde die Gruppe von der Schule und den Dorfvorstehern zu einem Schaschlikessen eingeladen.

Am nächsten Tag ging es in ein anderes Dorf bei Tschernobyl. Dort brachten die Helfer Medizin und Geräte in das Kinderkrankenhaus - eine Spende der Universitätsklinik Leipzig und der Landessanitätsschule Pfalzgrafenweiler. Große Kinderaugen dankten den Helfern und all denjenigen, die mit ihren Spenden die Fahrt überhaupt erst ermöglichten.

Weiter ging es im selben Dorf zum "Kulturpalast", wo Essenspakete für den Seniorenclub abgeladen wurden. Am nächsten Morgen traf man sich in der Mission, um dort weitere Informationen über deren Arbeit zu bekommen und Kritik hinsichtlich einiger organisatorischer Dinge anzubringen, um anderen Gruppen den Aufenthalt in Kiew zu erleichtern.

Nach einer Stadtbesichtigung fuhr die Gruppe gegen Abend wieder Richtung Heimat ab. Die die Grenzkontrollen diesmal wesentlich zügiger abliefen, war man nach 42 Stunden in Pfalgrafenweiler - müde, aber auch glücklich und zufrieden.



Bürgermeister bringt Hilfsgüter nach Kiew
Ein Lastwagen, vollgepackt mit Hilfsgütern, startete von Pfalzgrafenweiler in Richtung Rußland. Zum sechsten Mal in den vergangenen zwei Jahren soll mit diesen Aktionen hauptsächlich Kindern bei Kiew, in der Region Tschernobyl, geholfen werden. Drei weitere Lastwagen mit Hilfsgütern gesellen sich in Rötha bei Leipzig dazu. Laut Organisator Manfred Ferch war die Spendenbereitschaft der Bevölkerung wieder sehr groß. Auch aus Nachbarorten und -städten wurden Lebensmittel, Textilien, Spielzeug und Fahrräder herbeigeschafft, medizinisches Gerät spendete das Deutsche Rote Kreuz. Eine große Anzahl an Lebensmittelpaketen stiftete das Progymnasium Dornstetten.Bei Bürgermeister Dietrich Galsterer, der zusammen mit Manfred Ferch und dem Fahrer Dieter Pfefferle nach Kiew fährt, gingen auch Geldspenden von über 4000,00 DM ein.



Am 7. Mai startet nächster Transport/Bürgermeister fährt mit

Pfalzgrafenweiler (cm). zahlreiche Kleider-, Sach- und Geldspenden sind bereits eingegangen für eine weiter Fahrt von Manfred Ferch aus Pfalzgrafenweiler in die Ukraine. Dort soll Kindern aus Tschernobyl in Krankenhäusern sowie Senioren geholfen werden.

Die Spendensammelaktion umfaßt Lebensmittel, getragen Kleidung, Kinderspielzeug, Kindernahrung und Dinge des täglichen Bedarfs. Erstmals wir auch Bürgermeister Dietrich Galsterer bei der Fahrt nach Kiew mit dabei sein, um sich von der dortigen Lage zu überzeugen.

Weitere Spenden werden am Mittwoch, 28. April, ab 18 Uhr noch im Schulzentrum Pfalzgrafenweiler angenommen. Spenden können auch bei Manfred Ferch, bei Dieter Pfefferle, bei Bürgermeister Galsterer oder auch im Rathaus abgegeben werden. Geldspenden werden unter dem Kennwort "Kiew" auf den Kontern der Gemeinde bei den Örtlichen Kreditinstituten angenommen. Für die Organisatoren hat Bürgermeister Galsterer zu weiteren Spenden aufgerufen. Gleichzeig wird gebeten, bei Sachspenden eine Inhaltsangabe anzufügen, damit werden zeitaufwendige Grenzformalitäten wesentlich abgekürzt.

"Ich bin der festen Überzeugung" so meinte Bürgermeister Dietrich Galsterer, "daß wir mit unserer Aktion einen kleinen Beitrag zur Stabilisierung der Situation in den dortigen Ländern leisten, die sich in einem großen politischen Umbruch befinden, dessen Ergebnis heute noch nicht abzusehen ist..."



Dritter Transport in die Ukraine/Spenden werden angenommen

Pfalzgrafenweiler. Für Manfred Ferch ist es schon beinahe Routine. Am 7. Mai bricht der 43jährige bereits zu seinem dritten Transport in die ehemalige Sowjetunion auf, um Hilfsgüter vor allem in die dortigen Kinderkliniken zu bringen.

Angefangen hatte alles 1991. Mitglieder der befreundeten SPD-Ortsvereine Pfalzgrafenweiler und Bramsche (Niedersachsen) waren zu Gast im sächsischen Rötha und sahen die Not der Kinder aus Tschernobyl, die dort zur Erholung in einem Kinderheim wohnten. Damals formierte sich die Aktion "Kinderhilfe Tschernobyl", die sich zum Ziel gesetzt hat, den von der Atomkatastrophe geschädigten Kindern vor Ort zu helfen. Inzwischen waren bereits mehrere Hilfskonvois nach Weißrußland unterwegs, um Kleidung, Lebensmittel und medizinische Hilfsgüter in die dortigen Kliniken zu bringen. Unterstützt wird die Aktion mittlerweile auch von anderen Parteien und Organisationen.

Ziel der erneuten Fahrt, an der sich Ferch mit einem LKW aus Pfalzgrafenweiler beteiligt, ist die Region um Kiew in der Ukraine. Mit von der Partie ist auch Dietrich Galsterer, Bürgermeister von Pfalzgrafenweiler. Er will sich ein Bild von der Situation in der ehemaligen Sowjetunion machen und tauscht dazu für neun Tage seinen Sessel im Rathaus gegen den Beifahrersitz eines Lkw. Galsterer hofft auf persönliche Kontakte zu den Menschen in den betroffenen Gebieten.
Derzeit laufen die Vorbereitungen für den Hilfsgütertransport auf Hochtouren. Damit der Lastwagen auch voll wird, hoffen die Initiatoren der Aktion auf weitere Spenden. Benötigt werden vor allem gut erhaltene Kleidungsstücke, besonders Kinderkleidung, Spielzeug und Lebensmittel (sogenannte Querschnittspakete) Die Spendenpakete können - gut verpackt und mit einer Auflistung des Inhalts versehen - zu folgenden Zeiten im Schulzentrum Pfalzgrafenweiler (Neubau) abgegeben werden:  ........

   
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