Im Jahr 2020 führten wir wegen der Corona-Pandemie keine Hilfsfahrt durch, insbesondere da Belarus als Hochrisikogebiet eingestuft wurde. Die eingegangenen Spende wurden für das Jahr 2021 zurückgelegt.



(Stv. Vorsitzender des Vereins Kinder in Tschernobyl Pfalzgrafenweilder e.V. ) über die Unterstützungsreise zu vier Kinder-Waisenheimen in Liviv/Lemberg, Ukraine vom 13.-17.12.2021, unterstützt von Dr.  Ulyana Bashutska aus Lemberg

Nachdem Belarus aus politischen Gründen nicht mehr besucht werden kann wurde in der Mitgliederversammlung am 01.10.2021 genehmigt, die Heimunterstützung in 2021 über Vermittlung der dortigen Forstverwaltung in Lemberg, Ukraine zu tätigen. Mit örtlicher Unterstützung von Dr. Ulyana Bashutska, Dozentin an der Forstlichen Uni Lemberg, wurden drei Kinder-Waisenheime in Lemberg und ein Heim 30 km vor Lemberg ausgewählt, Kontakt aufgenommen und Kostenvoranschläge angefordert. Diese wurden am 25.08.2021 genehmigt.

Die Landung in Lemberg am 13.12.2021 im Schneesturm war nicht ungefährlich. Am 14.12.2021 besuchten wir drei Heimleiter*innen zusammen im größten Heim "Dream", am 15.12.2021 organisierten wir die Einkäufe für das vierte Heim. Sämtliche Heime befinden sich in enteigneten ehemaligen Gebäuden der Kirche oder von Adligen mit Grundstücken von 2-5 ha Größe. Der Zustand ist soweit brauchbar. Für die Einrichtungen kommt vom Staat spärlich Geld, die Heime sind aus Spenden angewiesen. Diese kommen z.T. auch aus der Schweiz und aus den USA.

Die Heime:

1. Reha-Zentrum "Dream", Galyna Pyrtsch, (172 Kinder, davon 30 Waisen,            72 Personal aller Art)

2. Spezialschule "Liv 100", Iryna Kostyska, (75 Kinder, blind und tlw. mit Entwicklungsstörungen)

3. Sanatoriumsschule Nr. 1"Antonych" , Orest Jvaskiv, (197 Kinder mit Herzkreislauf-Problemen, darunter Vollwaisen und aus einkommensschwachen Familien)

4. Reha-Zentrum in der Gemeinde Velyki Lyubyn, Herr Stepan Maschtschak, 30 km von Lemberg, (40 Kinder mit förderpädagogischen Erfordernissen und schweren Entwicklungsstörungen, davon 15 Vollwaisen)

Die genehmigten Kostenvoranschläge mussten zum Teil aktualisiert werden, da Kartenzahlungen an Lieferanten auswärts bis nach Kiew organisatorisch nicht möglich waren. Alle Heime hatten durchweg nur wenige und bis zu 20 Jahre alte PC.

Folgende Einrichtungsgegenstände wurden angekauft:

Waschmaschinen, Wäschetrockner, Gefrierschrank, Schnellkochtopf, Wasserkocher, Mikrowelle, Staubsauger, Bügeleisen, 40 Kopfkissen, TV-Gerät, Laptops. (ein iPhone 11 um 700 € wurde spontan abgelehnt!)

Nach den Einkäufen für die Heime 1 und 2 mit den Leiterinnen Galyna Pyrtsch (rechts) und Iryna Kostytska

Unsere Aufnahme war freundlich. Eine große Heimführung durch Heim 1 "Dream" schloss sich an. Viele kleine Klassen/Gruppen wurden besucht, auch schwierige Gruppen,, auch eine eingeschlossene kleine "Wutgruppe".Es wurde von der Aufnahme von total verwahrlosten Kinder berichet, welche bei der Aufnahme weder sitzen noch sprechen noch selber essen können! Aber plötzlich fing so ein kleines Madchen zu singen an - ein kleines Wunder! -auf Kreativität und Fingerfertigkeit wird den Fähigkeiten entwprechend sehr viel Wert gelgegt. Es wird gebastelt: Weihachtsschmuck, Glasbider aus Abfallglas, Perlendschmuck, viel Malen...; das alles kann in Teilen verkauft werden.

Glasbilder von den älteren Heimkindern

Wir besichtigten auch den Speisesaal, die Küche (die älteren Kinder helfen mit beim Bedienen, Abräumen, Spülen - mit einigen Scherben!), die sauberen WC- Duschanlagen und die Krankenschwester im Sanitätsraum. Ein Arzt kommt auf Stundenbasis.

Die Krankenschwester im Sanitätsraum



Von den USA wurde aktuell eine große Geschirrspülmaschine gespendet, welche nun viele Scherben verhindern kann.Für das Heim 3 "Antonych" wurden wie geplant zum Aufbau einer PC-Klasse Computer angeschafft.

Nach dem Leptopankauf mit dem Heimleiter  3 Orest Ivaskiv

Für das Heim 4 °Reha-Zentrum" wurde neben verschiedenen Einrichtungsgegenständen auch ein TV-Gerät mit Wandhalterung beschafft, welches kurz zuvor von einem älteren Heimkind in einem unbeaufsichtigten Augenblick demoliert wurde.

Nach dem Einkauf für das Heim 4 mit dem Leiter Stepan Maschtschak


Eine Kleingruppe beim Bastelunterricht


Eine weitere Kleingruppe beim Besuch der Heimleiterin



In der beeindruckenden Hauskapelle des ehemals kirchlichen Anwesens mit Heimleiterin Galyna Ivaskyv, heute Heim 1 "Dream"

Die erste Unterstützungsreise in die Ukraine war nach vielen fruchtbaren Reisen nach Belarus Neuland in der Vereinsgeschichte und mit offenen Fragen geplant. Dank guter Beziehungen nach Lemberg und insbesondere zu Frau Dr. Ulyana Bashutska konnte eine Auswahl der vier Heime, eine stabile Vorplanung und auch eine zügige Einkaufsrunde durchgeführt werden.Ihr gebührt daher für ihre tatkräftige Unterstützung ein herzlicher Dank unseres Vereins.
Von allen vier besuchten Heimen wurde nachgefragt, ob weitere Unterstützungen in den kommenden Jahren erwartet werden dürfen. Dies wurde im Hinblick auf die vermutlich in 2022 geplante Vereinsauflösung verneint.








   
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