Am Dienstag, 23. Juli 2019 sammelte Frieder Haug uns, Dietrich Galsterer und Dieter Lutz um 4.30 Uhr ein und ab gings zum Bahnhof nach Herrenberg. Die Bahn brachte uns dann zum Flughafen, von dort aus starteten wir über Wien nach Minsk. Dort landeten wir um 12.45 Uhr. Nachdem unser Gepäck ankam und wir die Grenzkontrollen passiert hatten wurden wir von Olga unserer Dolmetscherin und Valentin unserem Gastgeber und Fahrer empfangen.

Olga, die Ehefrau unseres Gasthebers hatte uns schon sehnlichst erwartet und ein Abendessen vorbereitet das alles Vorstellbares übertraf. Der große Esstisch bog sich unter der Last des Angebots. Wir haben kräftig zugegriffen, konnten aber nur einen kleinen Teil des Gebotenen verzehren.

Am nächsten Tag war Einkaufen bzw. Bezahlen der vorbestellten Waren angesagt. Also fuhren wir nach Mogilev und besuchten verschiedene Geschäfte welche die gekauften Dinge schon versandbereit hingerichtet hatten (Schulartikel, Schuleinrichtungen und Sportgeräte).   Nachmittags war dann Urlaubsprogramm. Wir besuchten das "Schwedendenkmal" eine Erinnerungsstätte an die Schlacht im Jahr1708 zwischen Peter dem Großen und Karl XII von  Schweden.  Anschließend fuhren wir zur Schule in Lopatitschi, besichtigten diese und begutachteten die Einkäufe.  Danach wurden wir eingeladen mit den Lehrerinnen und Lehrern einige Stunden beim Picknick zu verbringen. Eine Lehrerin lud uns noch ein ihre Käseproduktion zu besichtigen. In reiner Handarbeit produziert sie Käse, welchen sie auf dem Markt verkauft. Natürlich bekamen wir davon eine Kostprobe.


Donnerstag, 25.07.2019

Ein Besuch der Sportschule war am Vormittag angesagt, denn auch für diese hatten wir verschiedene Sportartikel eingekauft. Auch hier musste wie bei den anderen öffentlichen Einrichtungen ein sogenannter Akt, welcher jeden Artikel den wir eingekauft hatten für das Schulamt eingetragen werden. Beurkundet wurde er von mir, der Dolmetscherin, der Vertreterin des Schulamts und dem Empfänger der Waren. Kann so Korruption verhindert werden? Wenn ich bei einer evtl. Kontrolle ohne diesen Akt angetroffen werde droht eine empfindliche Strafe.    Anschließend fuhren wir zur Schule nach Gischenka. Der Schulleiter führte uns durch die Schule da Frieder Haug noch nie dort war. Die Schule macht inzwischen dank unserer langjährigen Hilfe eine guten Eindruck.  Nach Erledigung der Formalitäten gings mit dem Schulbus zum Picknick an den schwarzen See.  Oh Wunder, es gab keine Schnacken! Spät am Abend ging es dann wieder zurück nach Slawgorod.


Freitag, 26.07.2019

Vor unserer Abreise nach Minsk machten wir noch eine Fahrt zur blauen Quelle. Diese ist in der russisch-orthodoxen Kirche ein Marienheiligtum wo jedes Jahr mehrere kirchliche Veranstaltungen stattfinden. Heute war nur wenig Betrieb. Wer fest an Wunderwirkung glaubt watet durch das eiskalte Wasser (4°) und bringt dabei seinen Wunsch der Muttergottes vor. Nach diesem Ereignis besuchten wir Valentin, unseren Gastgeber im Krankenhaus in des er am Tag zuvor mit Herzproblemen eingeliefert wurde. Zum Glück trafen wir ihn in guter Verfassung an. Danach gings dann endgültig in Richtung Minsk nicht ohne ein riesiges Proviantpaket von Olga. Die Autobahn war neu hergerichtet und hatte wenig Verkehr, wir kamen also zügig voran und konnten unser vorbestelltes Hotel beziehen.  Dann war also gute Nacht.


Samstag, 27.07.2019

Heute besuchten wir die Gruppenleiterin der privaten Organisation "Sonnenkinder", also die behinderten Kinder. Eine Gruppe welche nur von privaten Spenden und Unterstützungen existieren kann. Wir übergaben auch in diesem Jahr eine Spende und erhielten von Valentina einen Verwendungsnachweis für die letztjährige Zuwendung. Sie hatte noch nicht alles ausgegeben, da sie nicht 3usste ob und wieviel sie in diesem Jahr von uns erhalten würde. Es ergaben sich interessante Gespräche. Beim Weggehen nahmen Frieder und ich das Treppenhaus was sehr interessant war.

Den restlichen Tag verbrachten wir mit Nichtstun bzw. Bummeln in der Stadt.


Sonntag, 28.07.2019

Wir hatten noch immer den Reiseproviant aus Slawgorod. Er hatte viel Hitze ertragen müssen, daher konnten bzw. wollten wir ihn nicht mehr verzehren. Also verfütterten wir ihn an die Enten die gegenüber dem Hotel zu Hause waren.  Dann machten wir eine Stadtrundfahrt im privaten SUV von Sascha, dem Sohn von Olga. Es war sehr interessant, insbesondere da Olga zu allem was wir sahen Erklärungen und Erläuterungen gab. Leider hielten wir nirgends an den Sascha war in Eile da er noch nach Moskau musste. Vieles war mir bekannt aber die Prominenten-Siedlung beeindruckte mich sehr. Dort bekamen hochrangige Mitarbeiter des Präsidenten von diesem das Grundstück und das Haus als Anerkennung für ihre Leistung geschenkt Toll! Anschließend besuchten wir die Gesangsgruppe Kressiwa in Anatolis Wohnung der schon ein leckeres Menu gezaubert hatte. Die Gruppe erzählte von ihrer Arbeit mit MS-Kranken Menschen in Minsk und erhielten dafür eine bescheidene Spende.


Montag, 29.07.2019

Da unser Fahrer nicht zur Verfügung stand konnten wir die vorgesehenen Ausflüge und Besichtigungen nicht machen. Dafür machten wir in glühender Hitze einen Stadtbummel der aber nicht all zu lange dauerte da es unerträglich war. also setzten wir uns am Rande des Minsker Meeres und ließen es uns gut gehen. Auch so kann man den Tag verbringen. Zuvor waren wir noch bei Freundinnen von Olga in ein Restaurant da diese auch einmal die Deutschen kennenlernen wollten.  Abends setzten wir uns mit allen welche uns verköstigt und verwöhnt hatten zu einem Abschiedsessen zusammen.


Dienstag, 30.07.2019

Nach einem ausgiebigen Frühstück im Hotel gings mir dem Taxi zum Flughafen und nach einem längeren Zwischenstopp in Wien ab in die Heimat. Mit der Bahn nach Herrenberg wo Frieders Auto bereitstand kamen wir müde aber zufrieden mit unserer Reise am Spätnachmittag im Pfalzgrafenweiler an.


Unsere Hilfe in Zahlen

Schule in Lopatitschi                                  3.158,94 €

Schule in Gischenka                                   3.072,88 €

MS-Kranke in Minsk                                       600,00 €

Sportschule in Slawgorod                            2.076,33 €

Behinderte Kinder in Minsk (Sonnenkinder    2.000,00 €

Summe                                                   10.908,15 €



Eine Reise mit Hindernissen und Überraschungen

die wir (Dieter  Lutz und Dietrich Galsterer aufgrund vieler kleiner und größeren Spenden auch in diesem Jahr durchführen konnten liegt hinter uns. Herzlichen Dank an alle Spenderinnen und Spender.

Am Montag dem 13. August 2018 brachen wir um 3.30 Uhr in Pfalzgrafenweiler auf in Richtung Flughafen Frankfurt. Der gebuchte Parkplatz war schnell gefunden und auch der Shuttlebus kam pünktlich, sodass wir relativ viel Zeit hatten zum Einchecken.

Gegen 13.13 (belarussische Zeit) waren wir in Mink, wo uns unser Fahrer Valentin und Dolmetscherin Olga  schon erwarteten um nach Slawgorod zu fahren. Dort blieben wir einige Tage um in Mogilev und Slawgorod einzukaufen, aber auch um Land und Leute weiter kennenzulernen.

Am Abend bereitete uns Olga, die Ehefrau unseres Fahrers, bei deren Familie wir auch wohnten da es in der Kreisstadt Slawgorod kein Hotel gibt, ein sehr eichhaltiges und köstliches Abendessen. Dann hieß es gute Nacht.

Dienstag, 14.08.2018  

An der blauen Quelle                                       Heute war Feiertag in Slawgorod. An der blauen Quelle wurde das Makkabäusfest gefeiert, verbunden mit der Segnung des Honigs. Tausende Menschen waren dort. Ein einmaliges Ritual. Die Leute gehen barfuß in das eiskalte Wasser, manche tauchen auch unter ( in voller Bekleidung) und hoffen auf Heilung. Ikonen werden inbrünstig geküsst und jeder Imker versucht einen Tropfen des Weihwassers auf seinen Honiggläsern zu erhaschen welche der Priester auf einem ca. 1000 m langen Marsch versprüht. Diese Frömmigkeit nach jahrzehntelangem Kommunismus in der ehemaligen Sowjetunion ist erstaunlich.


Bootsfahrt auf dem Fluss                                 Am Nachmittag hat uns der Leiter der Sportschule für die wir neuzeitliche Sportartikel zu einer Bootsfahrt auf dem Fluss eingeladen. Eine rasante Angelegenheit! So ein leicht umgebautes Schnellboot der UDSSR-Armee ist für uns Landratten eine wackelige Sache. Wir haben es aber gut überstanden. Nicolai der Leiter der Sportschule freute sich sichtlich, dass er auch für uns etwas Gutes tun konnte.


Mittwoch 15.08.2018

Lopatitschi und Mogilev                                   Heute ging es nach einem deftigen Frühstück nach Lopatitschi Dort wollen wir erstmals in einer ganz ärmlichen Gegend eine Schule besichtigen und eventuell unterstützen. Die dortigen Verhältnisse erinnerten mich an meine Schulzeit im Jahr 1947. Uralte Einrichtung und Ausstattung! Da macht helfen richtig Spaß! Mit dem Schulleiter saßen und redeten wir noch längere Zeit.                                                        Am Nachmittag ging es zum Einkaufen bzw. Bezahlen der vorbestellten Waren nach Mogilev. Frohgemut zückte ich die Kreditkarte des Vereins. Im ersten Geschäft ging alles glatt denn dort konnte ich gegen Unterschrift bezahlen, wenn auch in kleinen Raten, weil das Gerät nur bis 900 Rubel akzeptierte. Also waren 7 Buchungen erforderlich und am Ende noch 100 Rubel in bar, da das Gerät von derselben Karte nur bis zu 4000 Rubel akzeptierte (Sicherheitsmaßnahme). Dann wurde es "lustig" und meine Neven lagen blank! In den nächsten Geschäften bzw Banken wurde die PIN verlangt und da sagte das Gerät: Karte gesperrt. Jetzt war guter Rat teuer. Ich musste letztendlich diese und weitere Rechnungen mit meiner privaten Karte bezahlen, also kräftig unser privates Konto überziehen. Ein teurer Anruf bei der Bank erbrachte, dass die Vereinskarte am nächsten Tag wieder funktionieren würde!                                                                                                                                                      So gibt es bei jeder Hilfsfahrt nach Belarus immer wieder neue Überraschungen! Für meinen Reisebegleiter Dieter Lutz, den wir nicht von unserer Irrfahrt von Bank zu Bank informieren konnten (wir suchten eine solche welche das Bezahlen gegen Unterschrift erlaubte) eine langwierige Warterei in brütender Hitze!


Donnerstag, 16.08.2018

Schule in Gischenka                                          Heute gingen wir in Slawgorod zum Einkaufen bzw. Bezahlen der vorbestellten Waren. Mit gemischten Gefühlen betraten wir das erste Geschäft. Die Kreditkarte funktionierte! Da ging ein Aufatmen durch alle die das Dilemma vom Vortag miterlebt hatten. Schnell waren wir dann fertig und fuhren zur Schule nach Gischenka wo die Sachen bereits in der Sporthalle zur weiteren Verwendung und Verteilung innerhalb der Schule eingelagert waren.                                             Mit den Lehrern  ging es dann an den schwarzen See zu Schaschlik und Fischsuppe. Es wurde ein netter Nachmittag. Na ja, bis jeder seinen Trinkspruch (incl. ein Glas Wodka) vorgebracht hatte vergingdie Zeit.                                                            Danach ging es zurück ins Quartier nach Slawgorod. Nach solch einer Tortur konnte jeder gut schlafen.


Freitag, 17.08.2018

Nach einem deftigen Frühstück (Spiegeleier, Bratkartoffeln, Salat und etwas Brot) fuhren wir nach Minsk zurück da unsere "Mission" in Slawgorod beendet war. Nach einigen Tankstopps kamen wir dort am Nachmittag an und bezogen unsere Zimmer des Hotels "Planeta" im 11. Stockwerk. Die Zimmer waren ok und die Aussicht auf die Stadt wunderbar. Nach einem kurzen Abendsparziergang hieß es "gute Nacht".


Samstag, 18.08.2018

Auch im Hotel gab es ein reichhaltiges und umfangreiches Frühstück, ganz nach unseren Gepflogenheiten in Deutschland.

Danach berieten wir wie wir den kommenden Tag gestalten wollen, denn heute war frei! Keine Einkäufe, keine Banken, keine Bezahlungen. Sollen bzw. wollen wir die erst vor kurzem von den Präsidenten Österreichs, Deutchlands und Belarus eingeweihte KZ- Gedenkstätte Trostenez besuchen oder nicht? Nach einer kurzen Bedenkzeit entschieden wir uns dafür.  Das ehemalige Straflager aus Stalins Zeiten wurden dann von der deutschen Besatzungsmacht in ein KZ umgewandelt bzw. vergrößert. Ein riesiges Gelände mit nur wenigen Resten des Lagers waren zu sehen, aber imposante Hinweistafeln führten zu den ehemaligen Baracken usw. Auf den Stelen wurde auch darauf hingewiesen wie viele zigtausend Menschen ermordet wurden bzw. umgekommen sind. Den Nachmittag verbrachten wir dann in Minsk.


Sonntag, 19.08.2018

Heute stand ein Besuch bei der Leiterin der Behinderteneinrichtung "Sonnenkinder" an. Sie empfing uns auf ihrer Betscha. Nur ihre eigenen Kinder, die schon erwachsen sind und eine Mutter mit ihren Kindern waren da (Sonntag).Wir wurden köstlich bewirtet mit den Erzeugnissen aus dem Garten der Datscha. Dabei wurde uns bewusst, dass die Menschen in Belarus ohne ihre Datschen kaum mit ihrem Einkommen auskommen können. Die mtl. Rente beträgt umgerechnet rd. 140 Euro. Lange haben wir uns unterhalten und dabei viel gelernt und natürlich eine Spende für die Arbeit mit und für die Kinder übergeben.


Montag, 20.08.2018

Auch heute ist kein Arbeitstag denn wir hatten zwei private Einladungen.

Zum Ersten: wir waren zu Gast in einem schönen Restaurant bei Larissa, einer uns schon seit lange bekannten Dolmetscherin aus Minsk. Erst dort erfuhren wir, dass dies ihre Geburtstagsfreier war. Nachträglich kam die Bemerkung: Seltsam es gab keine Trinksprüche!  Zum Zweiten: Die Gesangsgruppe Kressiwa hat auf ihre Datscha eingeladen und über ihre Arbeit für MS-Kranke berichtet. Natürlich sprachen wir auch über die geplante Konzertreise nach Pfalzgrafenweiler.                                                                                                                                           Zwei sehr angenehme und interessante Einladungen.


Dienstag, 21.08.2019

Heue war wieder ein freier Tag. Eigentlich wollten wir ein Museum besuchen, dieses hatte aber geschlossen. Also machten wir wieder einen Stadtsparziergang und fuhren mit der Bahn nach Sula in das dortige Freilichtmuseum, einem ehemaligen Rittergut. Ein riesiges Gelände mit vielen Attraktivitäten: Kutschfahrten, Steinkreise à la Stonehenge und vielem Anderem. Man hätte dort einen ganzen Tag verbringen können. Aber wir hatten am Abend zum Abschiedsessen bzw. Dankesessen an alle die uns in den letzten Tagen begleitet hatten eingeladen. Also wieder zurück nach Minsk.


Mittwoch, 22.08.2018

Morgens um drei Uhr stand das Taxi und Dolmetscherin Olga vor dem Hotel zur Fahrt zum Flughafen. Ohne Probleme konnten wir einchecken und ab gings in Richtung Heimat. Auch in Frankfurt fanden wir rasch den Bus zum Parkplatz und fanden nach ein wenig suchen unser Auto und erreichten zügig Pfalzgrafenweiler.                   Müde aber zufrieden!

Unsere Hilfe (Ihre Hilfe) in Zahlen:

Schule in Lopatitschi                             4.478,56 €                                                                                          Schule in Gischenka                              4.838,42 €                                                                                         MS Kranke in Minsk                                 600,00 €                                                                                         Sportschule in Slawgorod                      2.248,60 €                                                                                         Behinderte Kinder in Minsk                    2.000,00 €

Insgesamt                                       14.165,58 €


   
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